Der Handelsverband Deutschland (HDE) erwartet für 2026 einen Nettoverlust von 4.900 Einzelhandelsgeschäften. Die Zahl ist eine Verbandsprognose und noch kein feststehendes Jahresergebnis.
Nach HDE-Schätzung würde die Zahl der Geschäfte bis Ende 2026 auf 296.600 sinken. Neueröffnungen sind in der Prognose bereits gegengerechnet. Für 2025 nennt der Verband einen Nettoverlust von 4.500 Geschäften.
Langfristiger Rückgang
Vor zehn Jahren zählte der HDE 366.800 Geschäfte. Würde die Prognose für 2026 eintreten, wären das rund 70.200 oder gut 19 Prozent weniger Standorte. Der Verband sieht darin vor allem für Innenstädte und den mittelständischen Handel ein strukturelles Problem.
Die Rechnung beschreibt die Zahl der Geschäfte, nicht automatisch die Umsatzentwicklung des gesamten Einzelhandels. Filialschließungen, Neueröffnungen, Onlinehandel, Verkaufsflächen und Unternehmensumsätze sind unterschiedliche Kennzahlen. Auch der Einzelhandelsanteil am privaten Konsum beantwortet daher eine andere Frage.
Forderungen des Verbandes
Der HDE verbindet die Prognose mit politischen Forderungen: niedrigere Energie- und Beschäftigungskosten, flexiblere beziehungsweise umsatzorientierte Mieten und stärkere Investitionen in attraktive Innenstädte. Diese Forderungen sind die Position des Branchenverbandes und von der prognostizierten Geschäftszahl zu unterscheiden.
Die Nachhaltigkeits- und Verpackungspolitik des Verbandes ordnet Nachhaltiger Handel: HDE-Position und aktuelle PPWR-Regeln ein.
Weitere Marktdaten und strukturelle Entwicklungen bündelt die Übersicht Lebensmittelmarkt in Deutschland: die Trends.
Aktualisiert am 15. August 2026
Quelle: Handelsverband Deutschland (HDE) / food-monitor / KI
