Wildkräuter in der Küche: Der herbe Löwenzahn

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Löwenzahn in der Küche bringt eine herbe, leicht nussige Note in Salate, Pesto und warme Gemüsegerichte.

Wildkräuter und essbare Löwenzahnblüten
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Welche Teile des Löwenzahns sind essbar?

Junge Blätter des Gewöhnlichen Löwenzahns (Taraxacum officinale) schmecken vor der Blüte meist milder. Sie eignen sich roh für Salate, fein geschnitten für Kräuterquark und Pesto oder kurz blanchiert als Gemüse. In einem gemischten Wildkräutersalat harmonieren sie mit Blattsalaten, Tomaten, Kartoffeln oder Apfel.

Auch Blüten, Knospen und Wurzeln sind grundsätzlich verwendbar. Die gelben Zungenblüten dekorieren Salate und Desserts oder werden zu Sirup und Gelee verarbeitet. Junge Knospen lassen sich süßsauer einlegen. Die Wurzel wird traditionell getrocknet und für Aufgüsse oder als gerösteter Kaffeeersatz genutzt.

Die Bitterkeit ausgleichen

Die herbe Note gehört zum Charakter des Löwenzahns. Wer sie abmildern möchte, kombiniert die Blätter mit milden oder leicht süßen Zutaten wie Kartoffeln, Apfel, Honig, Sahne oder Schmand. Kurzes Wässern kann Bitterstoffe reduzieren, schwächt aber auch Aroma und wasserlösliche Inhaltsstoffe.

Für ein einfaches Pesto werden gewaschene Löwenzahnblätter mit Olivenöl, Mandeln oder Walnüssen, Parmesan, Knoblauch und etwas Zitronensaft fein püriert. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Weitere Ideen für aromatische Wildkräuter bietet der Beitrag „Wildkräuter in der Küche: Der aromatische Gundermann“.

Inhaltsstoffe ohne übertriebene Gesundheitsversprechen

Löwenzahn enthält unter anderem Bitterstoffe, Kalium und Vitamin C. Die frühere Angabe, er sei eine relevante Vitamin-D-Quelle, ist fachlich nicht belastbar und wurde deshalb entfernt. Bitterstoffe können den Speichelfluss und Verdauungssekrete anregen; daraus folgt jedoch keine therapeutische Wirkung. Das Bundeszentrum für Ernährung ordnet bittere Lebensmittel wie Löwenzahn als Bestandteil einer abwechslungsreichen Ernährung ein.

Wildkräuter sicher sammeln

Nur Pflanzen ernten, die zweifelsfrei bestimmt wurden. Sammelstellen sollten weder an stark befahrenen Straßen noch an gedüngten oder mit Pflanzenschutzmitteln behandelten Flächen liegen; auch häufig von Hunden genutzte Wegränder sind ungeeignet. Zu Hause die Pflanzenteile sorgfältig verlesen und gründlich unter fließendem Wasser waschen.

Wer Löwenzahn gezielt als Heilpflanze verwenden möchte oder an Erkrankungen der Gallenwege leidet, sollte die Anwendung vorher ärztlich oder pharmazeutisch abklären. Für die normale Verwendung als Küchenkraut sind kleine, lebensmittelübliche Mengen gemeint.

Redaktionell und fachlich aktualisiert: food-monitor, 11. August 2026



Rezept: Kartoffelsalat mit jungem Löwenzahn

Zutaten für 4 Portionen

  • 800 g festkochende Kartoffeln
  • 60 g junge, sicher bestimmte Löwenzahnblätter
  • 1 säuerlicher Apfel
  • 1 kleine rote Zwiebel
  • 100 ml Gemüsebrühe
  • 3 EL Apfelessig
  • 4 EL Rapsöl
  • 1 TL mittelscharfer Senf
  • Salz und schwarzer Pfeffer

Zubereitung

  1. Kartoffeln gründlich waschen, in Wasser vollständig garen, abgießen und kurz ausdampfen lassen. Noch warm pellen und in Scheiben schneiden.
  2. Nur zweifelsfrei bestimmten Löwenzahn von einem geeigneten Sammelort verwenden. Blätter sorgfältig verlesen, gründlich unter fließendem Wasser waschen und trocken schleudern.
  3. Zwiebel schälen und fein würfeln. Gemüsebrühe erhitzen und mit Essig, Senf, Salz und Pfeffer verrühren. Über die warmen Kartoffeln geben und vorsichtig mischen.
  4. Apfel waschen, vierteln, entkernen und fein würfeln. Mit dem Rapsöl unter die Kartoffeln heben und den Salat etwa 20 Minuten ziehen lassen.
  5. Löwenzahnblätter fein schneiden und erst unmittelbar vor dem Servieren unterheben. Noch einmal abschmecken.

Lebensmittelsicherheit: Wildkräuter nur sicher bestimmt und von einem sauberen Standort verwenden. Für Schwangere, kleine Kinder, ältere und immungeschwächte Menschen die Blätter vor der Verwendung zwei Minuten blanchieren. Den Salat nicht länger ungekühlt stehen lassen und Reste im Kühlschrank aufbewahren.

Allergene: Senf ist kennzeichnungspflichtig; Gemüsebrühe kann Sellerie und weitere Allergene enthalten. Zutatenlisten beachten.

Serviervorschlag: Als Beilage oder leichtes Hauptgericht servieren.

Rezept: food-monitor / KI

Quelle: bzfe.de