Chicorée: gesunde Nährstoffe aus der Dunkelkammer

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Chicorée: bitteres Wintergemüse aus der Dunkelkammer

Chicorée
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Chicorée gehört zu den Korbblütlern. Im ersten Anbaujahr bildet die Pflanze eine kräftige Wurzel. Nach der Ernte treibt diese Wurzel in Dunkelheit neue, kompakte Sprosse. Ohne Licht bleiben die Blätter weiß bis hellgelb und entwickeln ihre typische zart-bittere Note.

Roh und warm vielseitig

Chicorée passt roh zu Orange, Apfel, Birne, Nüssen, Käse und milden Dressings. Gegart eignet er sich für Aufläufe, Suppen, Pfannen- und Ofengerichte. Kurzes Braten oder Schmoren macht die Bitterkeit häufig milder.

Vor der Zubereitung werden die Köpfe unter fließendem Trinkwasser gewaschen, äußere beschädigte Blätter entfernt und der Strunk je nach Rezept gekürzt. Stark grüne Blattspitzen können bitterer schmecken, sind allein deshalb aber nicht verdorben.

Bitterstoffe und Inulin

Chicorée liefert unter anderem Folat, Kalium und Ballaststoffe. Zu den Ballaststoffen gehört Inulin, das Darmbakterien verwerten können. Bei empfindlichen Menschen oder in größeren Mengen kann es zugleich Blähungen und Bauchbeschwerden verursachen. Eine kleine Portion ist dann oft besser verträglich.

Bitterstoffe können Speichel- und Verdauungssekrete anregen. Daraus folgt jedoch keine Behandlung von Verdauungs- oder Stoffwechselerkrankungen. Die gesamte Ernährung bleibt entscheidend.

Lichtgeschützt lagern

Frische Köpfe sind fest, geschlossen und frei von schmierigen oder fauligen Stellen. Im Gemüsefach bleiben sie lichtgeschützt und vor Austrocknung bewahrt etwa fünf bis sieben Tage frisch. Braune Druckstellen werden großzügig entfernt; reicht eine Veränderung tief in den Kopf oder riecht er unangenehm, wird er entsorgt.

Mit dem verwandten Zuckerhut teilt Chicorée die typische herbe Note.

Redaktionell und fachlich aktualisiert: food-monitor, 10. August 2026

Quelle: Verena Dorloff, Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) / food-monitor



Rezept: Chicorée-Linsen-Salat mit Orange und Feta

Chicorée-Linsen-Salat mit Orange, Möhre, Feta und Haselnüssen
Foto: food-monitor / KI

Zutaten für 4 Portionen

  • 150 g rote Linsen
  • 3 Chicorée
  • 2 Orangen
  • 1 große Möhre
  • 150 g Feta
  • 50 g Haselnusskerne
  • 1/2 Bund glatte Petersilie
  • 4 EL Olivenöl
  • 2 EL Zitronensaft
  • 1 TL mittelscharfer Senf
  • 1 TL Honig
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer

Zubereitung

  1. Rote Linsen in einem Sieb abspülen und in reichlich leicht gesalzenem Wasser 7 bis 9 Minuten bissfest garen. Abgießen, kalt abschrecken und gut abtropfen lassen.
  2. Haselnüsse in einer trockenen Pfanne 3 bis 4 Minuten rösten, abkühlen lassen und grob hacken.
  3. Chicorée putzen, längs halbieren, den Strunk keilförmig herausschneiden und die Blätter lösen. Möhre schälen und grob raspeln. Petersilie waschen, trocken schütteln und hacken.
  4. Orangen so schälen, dass die weiße Haut vollständig entfernt ist. Die Filets zwischen den Trennhäuten herausschneiden und austretenden Saft auffangen.
  5. 3 EL Orangensaft mit Olivenöl, Zitronensaft, Senf und Honig verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  6. Linsen, Chicorée, Orangenfilets, Möhre und Petersilie mit dem Dressing vermengen. Auf vier Tellern anrichten, Feta darüberbröseln und mit Haselnüssen bestreuen.

Serviervorschlag: Der Salat kann als leichtes Hauptgericht mit Vollkornbrot serviert werden.

Allergene: Enthält Milch (Feta), Haselnüsse und Senf. Vollkornbrot enthält meist Gluten.

Rezept: food-monitor / KI