Gemüse vegetarisch grillen: Zucchini, Mais, Pilze und Käse

Gemüsespieße mit Zucchini und Mais auf dem Grill
Foto: BVEO

Zucchini, Mais, Paprika, Pilze, Tofu und Grillkäse lassen sich unterschiedlich schnell garen. Gleich große Stücke und passende Hitzezonen erleichtern ein gleichmäßiges Ergebnis.

Welches Gemüse eignet sich?

Zucchini, Aubergine, Paprika, Pilze, Tomaten und Zwiebeln können in Scheiben oder mundgerechten Stücken direkt bei mittlerer Hitze gegrillt werden. Feste Gemüsearten wie Kartoffeln, Möhren, Pastinaken, Kürbis oder ganze Maiskolben brauchen deutlich länger. Sie lassen sich vorkochen oder klein schneiden und anschließend fertig grillen.

Gemüse waschen, beschädigte Stellen entfernen und möglichst gleichmäßig schneiden. Marinaden nur dünn auftragen, damit Öl nicht in Flammen oder auf die Glut tropft. Kleine Stücke gelingen in einer geeigneten Grillschale oder auf Spießen; Material und Zubehör müssen laut Grillhersteller für die jeweilige Hitze geeignet sein.

Zucchini: Bitterkeit ist ein Warnsignal

Zucchini aus dem Handel und aus dem eigenen Garten dürfen nicht stark bitter schmecken. Ausgeprägte Bitterkeit kann auf Cucurbitacine hinweisen. Das betroffene Gemüse ausspucken und vollständig entsorgen; Garen macht diese Bitterstoffe nicht zuverlässig unschädlich. Besonders bei selbst gewonnenem Saatgut ist Vorsicht sinnvoll.

Zucchinischeiben leicht salzen, kurz ziehen lassen und trocken tupfen ist eine Zubereitungsoption, aber keine Voraussetzung. Für die Lagerung sind Ausgangsqualität und Temperatur entscheidend; starre Zwölf-Tage-Fristen oder ein generelles Kühlschrankverbot sind ungeeignet.

Maiskolben

Frische Zuckermaiskolben verlieren nach der Ernte nach und nach Süße. Bis zur Zubereitung gekühlt lagern. Vorgekochte Kolben brauchen auf dem Grill nur noch Farbe und Röstaromen; rohe Kolben benötigen abhängig von Größe und Hitze mehr Zeit. Regelmäßig wenden und vollständig erhitzen.

Tofu, Grillkäse und pflanzliche Alternativen

Fester Natur- oder Räuchertofu lässt sich in Scheiben oder Würfeln grillen. Naturtofu vor dem Marinieren abtropfen und nach Wunsch ausdrücken. Halloumi und anderer Grillkäse bräunen schnell und sollten nicht direkt über sehr starker Flamme liegen. Sortenwahl, Grillgefäße und Feta-Anwendungen erklärt der Spezialbeitrag Käse grillen: Halloumi, Feta und gefüllte Pilze. Soja, Milch, Sesam, Senf oder glutenhaltige Soßen können Allergene enthalten; Zutatenlisten prüfen und für verschiedene Ernährungsweisen getrennte Marinaden und Zangen verwenden.

Auch rein pflanzliches Grillgut kann durch dieselben Teller, Bretter oder Zangen mit Keimen aus rohem Fleisch oder Fisch verunreinigt werden. Der Beitrag Hygienisch grillen: Kühlkette, Trennung und Durchgaren erklärt die wichtigsten Schutzmaßnahmen.

Aroma ohne unnötigen Rauch

Kräuter besser fein gehackt in eine Marinade, einen Dip oder nach dem Grillen über das Gemüse geben. Kräuterzweige, Holz oder ungeeignete Schalen gehören nicht ohne ausdrückliche Freigabe des Grillherstellers in die Glut oder in die Nähe eines Gasbrenners. Stark verkohlte Stellen entfernen; für Gemüse gilt ebenfalls „bräunen statt verbrennen“.

Obst vom Grill

Feste Pfirsiche, Aprikosen, Birnen, Äpfel, Ananas oder Pflaumen lassen sich halbiert beziehungsweise in dicken Scheiben grillen. Die Garzeit hängt von Reife, Dicke und Hitze ab; eine pauschale Fünf-Minuten-Regel gibt es nicht. Schnittflächen leicht einölen und bei mittlerer Hitze nur so lange grillen, bis sie gebräunt und weich genug sind.

Wer aus Gemüse, Käse, Tofu und passenden Beilagen ein vollständiges fleischloses Grillmenü zusammenstellen möchte, findet weitere Kombinationen im Beitrag Gemüse, Käse und Tofu: Grillideen ohne Fleisch.

Rezeptidee

Gegrillte Antipasti-Spieße mit Halloumi und Kräuterdip

Quellen