Festkochend, vorwiegend festkochend oder mehligkochend: Die passende Kartoffel hängt vom Gericht ab. Einkauf, dunkle Lagerung und vollständiges Garen sichern Qualität und Genuss.

Kochtypen auswählen
- Festkochend: für Salat, Bratkartoffeln und Gratin, wenn die Scheiben ihre Form behalten sollen.
- Vorwiegend festkochend: vielseitig für Salzkartoffeln, Ofengerichte, Eintöpfe und Aufläufe.
- Mehligkochend: für Püree, Suppen, Klöße und Gerichte, bei denen die Kartoffel zerfallen darf.
Die Kennzeichnung auf der Packung ist verlässlicher als Schalenfarbe oder Größe.
Einkauf und Lagerung
Kartoffeln sollten fest, trocken und frei von Fäulnis sein. Kleine Mengen kaufen, wenn kein geeigneter Lagerraum vorhanden ist. Zu Hause aus geschlossenen Kunststoffbeuteln nehmen oder diese öffnen und die Knollen dunkel, kühl, trocken und luftig aufbewahren.
Ein kühler, dunkler Vorratsraum ist für größere Mengen besser als eine warme Küche. Das Gemüsefach des Kühlschranks kann für kleine Mengen und wenige Tage geeignet sein. Zwiebeln getrennt lagern; beide Produkte können sich bei gemeinsamer Lagerung ungünstig beeinflussen. Auch Äpfel und anderes ethylenabgebendes Obst nicht direkt daneben aufbewahren.
Grüne Stellen und Keime sind nicht nur ein Frischeproblem. Der Spezialbeitrag Grüne und keimende Kartoffeln: Glykoalkaloide sicher vermeiden erklärt, wann großzügiges Entfernen genügt und wann Knollen entsorgt werden sollten.
Vorbereiten
Kartoffeln gründlich waschen. Grüne Stellen, Augen, Keime und beschädigte Bereiche großzügig entfernen. Wer die Schale mitessen möchte, verwendet nur frische, unverletzte Knollen; kleine Kinder sollten Kartoffeln geschält essen. Geschälte Kartoffeln nicht unnötig lange wässern, weil wasserlösliche Bestandteile verloren gehen können.
Kochen, braten und backen
Garzeiten hängen von Sorte, Größe und Zubereitungsart ab. Gleich große Stücke garen gleichmäßiger.
- Kochen: mit wenig Wasser beziehungsweise Dampf garen und mit einem Messer oder einer Gabel prüfen. Kochwasser wegen möglicher Glykoalkaloide nicht weiterverwenden.
- Braten: rohe oder vorgegarte Scheiben bei kontrollierter Hitze goldbraun garen. Sehr dunkle oder verbrannte Stellen vermeiden.
- Backen: Stücke in ähnlicher Größe verteilen und nach Rezept beziehungsweise Geräteangabe garen. Eine pauschale Vorgabe von 200 Grad und 20 Minuten passt nicht zu jeder Größe.
Die Unterschiede zwischen Dämpfen, Dünsten, Kochen und Bräunen erläutert Kartoffeln nährstoffschonend garen: Dämpfen, Kochen und Bräunen.
Reste sicher nutzen
Gekochte Kartoffeln und Kartoffelgerichte zügig abkühlen, abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren und zeitnah verwenden. Für Bratlinge, Suppen oder Aufläufe nur Reste nutzen, die nicht lange ungekühlt standen und keine Verderbszeichen zeigen. Beim Aufwärmen vollständig durcherhitzen.
Kartoffelpüree lässt sich beispielsweise mit Ei und Mehl zu Bratlingen verarbeiten; dabei Allergene beachten und die Masse vollständig garen. Weitere Ideen bietet die Zu gut für die Tonne!-App.
