Die BLE auf der Grünen Woche 2026.
Zum 100. Geburtstag der Grünen Woche in Berlin bietet die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) den Messegästen in drei Hallen wieder Aktuelles aus der Forschung, erfolgreiche Ideen aus den ländlichen Regionen sowie Wissenswertes und alltagstaugliche Tipps vom Acker bis zum Teller.
In Halle 23a des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) informieren die Expertinnen und Experten der BLE zur staatlichen Ernährungsnotfallvorsorge (ENV) – der nationalen Bevorratung von Getreide, Reis, Hülsenfrüchten und Kondensmilch für mögliche Krisenfälle. Für die privaten Vorräte erhalten Besucherinnen und Besucher Tipps zu geeigneten Lebensmitteln und deren Lagerung, sodass bei einer Unterbrechung der gewohnten Lebensmittelversorgung zunächst eine eigene Versorgung möglich ist.
Innovativ: Vollelektrischer Traktor und Eisbecher aus Biokunststoff
In Halle 23a wartet der „Flex E-Tractor“ als Exponat auf die Messegäste. Dieser vollelektrische Kleintraktor-Prototyp mit integriertem Batteriewechselsystem wurde im Programm zur Innovationsförderung des BMLEH entwickelt und schafft smarte sowie nachhaltige Lösungen für die Landwirtschaft.
Am Stand des Innovationsvorhabens BUISNESS wird gezeigt, was mit „Plastik vom Acker“ alles möglich ist. So werden agrarische Reststoffe erst zu einem hochwertigen Biopolymer-Kunststoff verarbeitet, der dann zu einem Eisbecher geformt wird. Die Praxistauglichkeit können die Messegäste direkt testen und das neu verpackte Eis des Biohofs Vogel probieren.
„FitforCows“: Tiersignale richtig deuten mittels E-Learning und App
Das im Modell- und Demonstrationsvorhaben „FitforCows“ entwickelte E-Learning und eine App sollen Rinderhaltende dabei unterstützen, ihr Bewusstsein für die Signale der Tiere zu schärfen und so den Tierschutz in deutschen Milchviehherden nachhaltig verbessern. Am Stand können Messebesuchende die beiden Tools, die sich an Lehrende und Lernende in der landwirtschaftlichen Aus- und Weiterbildung oder im Studium richten, ausprobieren. Zudem wird die im Projekt genutzte Wärmebildkamera präsentiert. Wer möchte, kann von sich ein Wärmebild anfertigen lassen.
„InUtero“: Lebensechter Geburtshilfesimulator für kleine Wiederkäuer
Am Stand des durch das Bundesprogramm Nutztierhaltung geförderten Projektes „InUtero“ können sich Messegäste in der Geburtshilfe bei Ziegen und Schafen an einem lebensechten Simulator ausprobieren. Dieser soll zukünftig in der Ausbildung von Schaf- und Ziegenhaltern eingesetzt werden und helfen Fertigkeiten der sachgerechten und tierschonenden Geburtshilfe realitätsnaher zu vermitteln.
Mittels Digitalisierung zu mehr Tierwohl und weniger Unkrautbefall
Im Projekt „DigiMilch/DigiMilchPro“ gewinnen Landwirtinnen und Landwirte dank Digitalisierung mehr Daten und damit mehr Wissen über ihre Flächen und Tiere. So können sie effizient, nachhaltig und im Sinne von noch mehr Tierwohl handeln. Wie ein digitalisierter Milchviehbetrieb aussieht, erfahren Messebesucherinnen und -besucher vor Ort anhand eines Modells.
Das Projekt „ISObot“ zeigt einen autonomen Roboter für die mechanische Unkrautbekämpfung, der intelligente Kamerasysteme mit einer benutzerfreundlichen Managementplattform kombiniert. So kann der Feldroboter Aufgaben wie das Hacken in Weinbergen oder die mechanische Bodenbearbeitung in Reihenkulturen mit höherer Genauigkeit und besserer Dokumentation ausführen.
Mitmachen und Abstimmen: Was ist Heimat?
Dieser Frage können sich Besucherinnen und Besucher an einem Smartboard widmen und sich beim Abstimmungstool rund um das Leben auf dem Land einbringen. Wechselnde, im Bundesprogramm Ländliche Entwicklung und Regionale Wertschöpfung (BULEplus) geförderte Projekte zeigen, welche Ideen auf dem Land wachsen, beispielsweise eine Übersetzungs-App für Rettungskräfte oder eine Initiative, die ältere Menschen und Geflüchtete ins Dorfleben einbindet. Zudem stehen Brot, Bier, Frucht- und Gemüsesäfte geförderter Projekte zur Verkostung bereit. An einem Touchtisch kann der „LandAtlas“ entdeckt werden.
Aus Liebe zur Vielfalt. Aus Freude am Genuss – Regionale Vielfalt erhalten
Ob Thüringer Waldziege oder Norddeutscher Champagnerroggen, Harzer Rotvieh oder die Albleisa – regionale Nutztierrassen und Pflanzensorten haben viel zu bieten, etliche viele sind jedoch vom Aussterben bedroht. Verbraucherinnen und Verbraucher helfen diese Vielfalt zu retten, indem sie gezielt die Produkte dieser Sorten und Rassen kaufen. An seinem Stand zeigt das Informations- und Koordinationszentrum Biologische Vielfalt (IBV) eine Auswahl solcher Vielfaltsprodukte, bietet Informationen dazu an und lädt zu Verkostungen ein.
Essen der Zukunft: Lecker, gesund und restlos glücklich
Das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) gibt gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum „Proteine der Zukunft“ und IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung – Tipps für eine kostengünstige, gesunde und ausgewogene Ernährung. Dabei geht es um den saisonalen Anbau, kreative Rezepte und alltagstaugliche Ideen – Verkostungen inbegriffen. Eine Ernährungsberaterin steht für Fragen zur Verfügung. Informationen rund ums Fermentieren sowie Miso-Suppen zum Probieren gibt es beim Kompetenzzentrum Proteine der Zukunft. Vor Ort sind zudem auch das Leguminosennetzwerk „LeguNet“ und das Projekt „Leg4Future“. Im Fokus von IN FORM stehen dieses Mal Projekte zur Stärkung von Ernährungskompetenzen unter anderem in Familienzentren, Fußballvereinen und Stadtteiltreffs. Für weniger Lebensmittelverschwendung und mehr -wertschätzung gibt es von Zu gut für die Tonne! Tipps und Tricks von der Einkaufsplanung bis hin zur Resteverwertung. Dabei helfen auch ein Blick und ein Ohr in den XXL-Kühlschrank am Stand.
Wer wissen will, woran sich bei Obst und Gemüse gute Qualität erkennen lässt und wie diese zuhause durch richtige Lagerung erhalten werden kann, ist an der Obst-und-Gemüse-Pyramide der BLE-Qualitätskontrolle richtig.
BZL: Entdecke, wie die Landwirtschaft sich dem Klimawandel anpasst
Ob der Anbau neuer Kulturen, die früher nur in südlicheren Gefilden gediehen, oder kühlende Stallbaulösungen, die bei Hitze das Tierwohl fördern – in der Landwirtschaft gibt es viele Möglichkeiten auf den Klimawandel zu reagieren. Auf einem großen Landwirtschafts-Wimmelbild zeigt das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) solche Anpassungen und lädt Besucherinnen und Besucher zum Mitmachen ein. Des Weiteren gibt es ein Quiz für Kinder und Erwachsene sowie Spiele und Filme rund um das Thema Landwirtschaft und Klima.
Fokus Obst und Gemüse: Das BZL auf dem Erlebnisbauernhof, Halle 3.2
Welches Obst wird hauptsächlich in welchem Bundesland angebaut? Kann mit dem heimischen Anbau von Obst und Gemüse der Bedarf gedeckt werden? Diese und weitere Fragen können große und kleine Messegäste spielerisch am Stand 201 des BZL auf dem Erlebnisbauernhof in Halle 3.2 klären. Umfangreiches Informationsmaterial vom Acker bis zum Teller runden das Angebot ab.
Halle 22a: Bio erleben. Heimat genießen.
Auf 340 Quadratmetern stellt das Bundesprogramm Ökologischer Landbau (BÖL) in der Bio-Halle 22a vielfältige Projekte und Akteure vor: So ist das Urproduktion-Netzwerk der Demobetriebe, das neue Netzwerk Verarbeitungsbetriebe sowie die Projekte zur Wertschöpfungskette und Bio in Kommunen vertreten. Aus der Bio-Forschung präsentieren sich die Projekte „reffiSchaf“, VORWERTS, NEUEWEGE und WKErBo. Außerdem können sich Messegäste zur Kennzeichnung von Bioprodukten sowie zu Bio in der Gemeinschaftsverpflegung informieren.
Wer Bio schmecken möchte, kann den BIO-Spitzenköchen auf der Hallenbühne bei der Zubereitung von Gerichten aus Produkten der Demonstrationsbetriebe zusehen und das Ergebnis anschließend verkosten. Eine Postkartenaktion lädt dazu ein, Grüße von der 100. Grünen Woche in die Heimat zu schicken.
EUDR-Stand beim GFFA
Am 15. und 16. Januar stehen die BLE-Expertinnen und -Experten an einem Stand auf dem Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) für Fragen rund um die EU-Verordnung für entwaldungsfreie Produkte (EUDR) bereit.
Alle Termine sowie Interessantes zu den ausstellenden Bereichen gibt es unter www.ble.de/gruenewoche.
