Mit Sauberkeit und Küchen-Hygiene lebensmittelbedingte Krankheiten vermeiden

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Im Jahr 2024 waren deutlich mehr Menschen von lebensmittelbedingten Erkrankungen betroffen.

Das geht aus einem gemeinsamen Bericht des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) und dem Robert-Koch-Institut (RKI) hervor.

Küchenhygiene
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Lebensmittelbedingte Erkrankungen entstehen durch Bakterien, Viren, Parasiten oder Toxine, die über verunreinigte Nahrung aufgenommen werden. Typische Symptome sind Durchfall, Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Von einem „lebensmittelbedingten Krankheitsausbruch“ spricht man, wenn mindestens zwei Personen nach dem Verzehr desselben Lebensmittels erkranken.

Im Jahr 2024 wurden bundesweit 271 lebensmittelbedingte Krankheitsausbrüche gemeldet, die zu mindestens 2.400 Erkrankungen führten. Zum Vergleich: In den vergangenen vier Jahren waren es jährlich im Durchschnitt etwa 190 Krankheitsausbrüche und 1.500 Erkrankungen. Wie bereits in den Vorjahren waren meist Bakterien wie Salmonellen (33 %) oder Campylobacter (26 %) die Übeltäter. Und das sind nur die gemeldeten Fälle, nicht die tatsächlichen.

Durch sorgfältige Hygiene beim Umgang mit Lebensmitteln lässt sich das Infektionsrisiko deutlich reduzieren. Bei einigen Lebensmitteln ist besondere Sorgfalt nötig, da sich Mikroorganismen sehr schnell ausbreiten. Hier ein paar wichtige Grundregeln:

  • Ausreichend erhitzen: Geflügel, Fleisch, Hackfleisch, Fisch, Rohmilch und Speisen mit Ei müssen bis ins Innere richtig erhitzt werden. Sie sollten mindestens zwei Minuten lang eine Temperatur von mindestens 72 Grad Celsius erreichen. Das kann mit einem Fleisch-Thermometer geprüft werden. Beim Erhitzen in der Mikrowelle öfter umrühren, damit sich die Hitze gleichmäßig verteilt.
  • Getrennt zubereiten: Besonders empfindliche oder auch unsaubere Lebensmittel nicht in Kontakt mit anderen Lebensmitteln bringen. Für die Zubereitung nicht die gleichen Küchengeräte verwenden. Oder die Küchengeräte dazwischen gründlich und heiß abwaschen.
  • Gründlich waschen: Rohe pflanzliche Produkte wie Obst, Gemüse, frische Kräuter, Blattsalate und Sprossen gründlich waschen und nach dem Schneiden bald verzehren oder kühl aufbewahren. Wer rohe Sprossen und tiefgekühlte Beeren vor dem Verzehr erhitzt, kann sich vor einer möglichen Infektion schützen.
  • Gut reinigen: Alle Oberflächen in der Küche und alle Geräte, die mit rohen Lebensmitteln in Kontakt kommen, regelmäßig und gründlich mit heißem Wasser und Spülmittel reinigen. Mit klarem Wasser nachspülen. Viele Arbeitsgeräte und Schneidebretter aus Kunststoff können auch bei 60 Grad Celsius in der Spülmaschine gereinigt werden.

Weitere Regeln zur Küchen-Hygiene sind auf der Webseite des Bundeszentrums für Ernährung in Einfacher Sprache zusammengestellt, damit fällt Sauberkeit und Hygiene in der Küche leicht.

Heike Kreutz, bzfe.de