German Superfood an Weihnachten und im Döner: Rotkraut!

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Das Geheimnis des Winters: Entdecken Sie Deutschlands lila Superfood! Auf der Suche nach einem winterlichen Superfood, das es in sich hat? Dann lesen Sie, warum Rotkohl weit mehr als nur eine Beilage ist.

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Welches deutsche Gemüse ist das winterliche Lila-Superfood – und das nicht nur an Weihnachten?

Das winterliche Lila-Superfood, das nahezu ganzjährig aus heimischem Anbau verfügbar ist, ist der Rotkohl (auch Rotkraut, Blaukohl oder Blaukraut genannt). Er ist die zweitwichtigste Winterkohlart in Deutschland und wird aufgrund seiner zahlreichen Nährstoffe und der positiven Wirkung der Anthocyane als wertvoller Bestandteil einer gesunden Ernährung betrachtet. Die intensive Farbe variiert je nach Boden und Zubereitung von Rot bis Bläulich-Violett.

Warum ist Rotkohl so ein gutes, empfehlenswertes Gemüse, was steckt drin?

Rotkohl bietet gemäß Bundeszentrum für Ernährung ein gutes Rundum-Paket an Nährstoffen. Er enthält:

  1. Vitamin C: Bereits 200 Gramm decken den gesamten Tagesbedarf eines Erwachsenen (100 Milligramm).
  2. Weitere Vitamine und Mineralstoffe: Viel Vitamin K, B-Vitamine, Magnesium, Kalium oder Selen.
  3. Anthocyane: Diese natürlichen Farbstoffe (Flavonoide) sind für die blau-rote Farbe verantwortlich. Sie wirken als Antioxidantien, schützen Zellen vor schädlichen freien Radikalen und können Blutdruck sowie entzündliche Prozesse positiv beeinflussen.
  4. Ballaststoffe: Diese sorgen für lange Sättigung, fördern die Darmgesundheit und unterstützen eine gute Verdauung.

Was kann man mit dem „kulinarischen Tausendsassa“ Rotkohl alles machen? 

Traditionell wird Rotkohl geschmort mit Zwiebeln, Äpfeln und Gewürzen wie Nelken, Wacholder oder Piment, oft mit einem Schuss Essig oder Rotwein. Darüber hinaus gibt es viele moderne Alternativen:

  1. Als knackiger Salat in feinen Streifen, gemischt mit Blattsalaten.
  2. Als bunter Belag auf Pizza oder Flammkuchen.
  3. Püriert als Suppe mit Kartoffeln und verfeinert mit Sahne oder Crème fraîche.

Rotkohl harmoniert geschmacklich gut mit saisonalen Früchten (wie Äpfel, Orangen, Birnen) und Gemüsepartnern (wie Kürbis, Möhren, Fenchel).

Und wie sieht es mit seinem „blassen Bruder“; dem Weißkohl aus?

Obwohl der Rotkohl durch die Anthocyane (seine lila-rote Farbe) zusätzliche gesundheitliche Vorteile bietet, ist auch der Weißkohl ein äußerst wertvolles Gemüse. Er ist ebenfalls reich an Ballaststoffen, Vitaminen (insbesondere Vitamin C und K) und Mineralstoffen.

Also am besten beide Krautsorten frisch kombinieren, z.B. in einem DIY-Döner?

Das ist auf jeden Fall eine sehr gute Idee: Eine Kombination beider Krautsorten, besonders in einem Döner, ist aus ernährungsphysiologischer Sicht sinnvoll und wird vom DIY-Döner-Trend unterstützt. Das Selbermachen eines Döners ist mal einer der wenigen begrüßesnwerten Social Media-Trends, da es Transparenz bei den Zutaten schafft und das Schnippeln von frischem Salat und Rotkohl als „Beschäftigungstherapie mit Vitamin-Belohnung“ bringt. Durch die Mischung von Gemüse (wie Tomate, Zwiebel, Rotkohl und Salat) im Döner werden Ballaststoffe, Vitamine und Antioxidantien geliefert, was zu einer ausgewogenen Mahlzeit beiträgt. Somit können beide Krautsorten als knackige Rohkost im Döner für zusätzliche gesundheitliche Vorteile sorgen.

 

 

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Dieser Beitrag erschien im Original zuerst auf FOCUS online-Experte.

Uwe Knop (*72) ist evidenzfokussierter Ernährungswissenschaftler (Dipl.oec.troph./JLU Gießen), Publizist, Referent und Buchautor (aktuell „ENDLICH RICHTIG ESSEN“ und „ERFOLGREICH ABNEHMEN“ (2. Auflage 2025)). Seit mehr als 15 Jahren bildet die objektiv-faktenbasierte Analyse tausender aktueller Ernährungsstudien den Kern seiner unabhängigen Aufklärungsarbeit. Knop hat den mündigen Essbürger mit eigener Meinung zum Ziel, der umfassend informiert selbst und bewusst entscheidet, worauf er bei der wichtigsten Hauptsache der Welt – genussvolles Essen zur Lebenserhaltung – vertraut.

Kontakt: Uwe Knop auf LI