Pfeffer in der Küche: Welche Sorte wofür?

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Pfeffer ist neben Salz das wichtigste Gewürz in der deutschen Küche und punktet vor allem mit Vielseitigkeit.

Pfeffer
Foto: vwald auf Pixabay

Seine pikante Schärfe verfeinert Fleisch, Fisch, Gemüse, aber auch Süßspeisen. Echten Pfeffer (/Piper nigrum/) gibt es in Deutschland in schwarz, weiß und grün. Für die Schärfe ist in erster Linie das Alkaloid Piperin mit einem Anteil von 5 bis 9 Prozent verantwortlich. Piperin regt die Speichel- und Magensaftsekretion an und unterstützt damit die Verdauung. Weitere Inhaltsstoffe sind ätherische Öle und verschiedene Harze.

Schwarzer Pfeffer hat ein scharfes Aroma mit einer leichten Zitrusnote und ist in vielen Gewürzmischungen enthalten. Von süß bis pikant – es gibt kaum eine Speise, die nicht von der Würze des Allrounders profitiert. Weißer Pfeffer passt optisch besser zu hellen Gerichten, schmeckt allerdings weniger aromatisch und fruchtig. Er ist ideal für Geflügel, Lamm, Salate, helle Soßen und Suppen. Die milde und frische Kräuternote von grünem Pfeffer verfeinert Fisch und Meeresfrüchte.

Es lohnt sich, auch mit anderen Pfeffer-Varianten zu experimentieren. So ist der Lange Pfeffer deutlich schärfer als Schwarzer Pfeffer und vereint auch süßliche Aromen. Vorsichtig dosiert passt er zu Käse, Wild, Ente, frischen Früchten, süßem Milchreis oder Pfannkuchen. Szechuan-Pfeffer, auch Japanischer Pfeffer genannt, sorgt für ein Prickeln auf der Zunge. Er wird in der fernöstlichen Küche für Fisch und Fleisch verwendet und gerne mit Knoblauch und Ingwer kombiniert. Mit Kubeben-Pfeffer lassen sich besonders gut Gemüsegerichte verfeinern.

Im Handel ist Pfeffer ganz oder gemahlen, grob oder fein erhältlich. In gemahlener Form geht das Aroma allerdings rasch verloren. Idealerweise werden die Pfefferkörner frisch gemahlen oder kurz vor der Verarbeitung mit einem Mörser zerstoßen. Das Gewürz wird erst zum Ende der Garzeit oder nach dem Servieren bei Tisch hinzugefügt. Mahlen Sie nicht mit der Pfeffermühle über dem Kochtopf, denn die Feuchtigkeit des aufsteigenden Dampfs kann das Mahlwerk schädigen. Wenn Pfeffer trocken, dunkel und kühl aufbewahrt wird, bleibt das Aroma ganzer Körner Jahre erhalten.

Quelle: Heike Kreutz, www.aid.de


Rezept: Kabeljau mit grüner Pfeffersauce und Zuckerschoten

Kabeljau mit grüner Pfeffersauce, Kartoffeln und Zuckerschoten
Foto: food-monitor / KI

Zutaten für 4 Portionen

  • 800 g kleine festkochende Kartoffeln
  • 300 g Zuckerschoten
  • 4 Kabeljaufilets (je etwa 150 g)
  • 1 Schalotte
  • 1 EL Rapsöl
  • 1 EL Butter
  • 150 ml Gemüsebrühe
  • 200 ml Kochsahne
  • 1 TL mittelscharfer Senf
  • 1 EL grüne Pfefferkörner aus der Lake, abgetropft
  • Salz
  • gemahlener weißer Pfeffer
  • 1/2 Bund Dill

Zubereitung

  1. Die Kartoffeln gründlich waschen und in leicht gesalzenem Wasser je nach Größe 18 bis 22 Minuten garen. Die Zuckerschoten putzen und in den letzten 4 Minuten in einem Dämpfeinsatz über den Kartoffeln mitgaren.
  2. Die Kabeljaufilets trocken tupfen, leicht salzen und mit wenig weißem Pfeffer würzen. Die Schalotte fein würfeln.
  3. Rapsöl und Butter in einer großen Pfanne erhitzen. Den Kabeljau bei mittlerer Hitze je nach Dicke von jeder Seite 3 bis 4 Minuten braten, bis das Fleisch im Inneren nicht mehr glasig ist und sich leicht in Lamellen teilt. Aus der Pfanne nehmen und warm halten.
  4. Die Schalotte im Bratensatz 2 Minuten glasig dünsten. Mit Gemüsebrühe ablöschen und 2 Minuten einkochen lassen. Kochsahne, Senf und grüne Pfefferkörner einrühren und die Sauce 4 bis 5 Minuten sanft köcheln lassen.
  5. Die Sauce mit Salz und weißem Pfeffer abschmecken. Den Dill fein hacken und unterrühren. Den Fisch nochmals 1 Minute in der Sauce erwärmen.

Serviervorschlag: Kabeljau und grüne Pfeffersauce mit den Kartoffeln und Zuckerschoten auf vier Tellern anrichten.

Rezept: food-monitor / KI