Mit dem Schwerpunkt „Zwischen Mangel und Marketing – Die Wahrheit über Nahrungsergänzungsmittel“ bündelte ARD Gesund ab dem 28. Januar 2026 Beiträge über Nutzen, Risiken und Vermarktung von Supplementen. Der folgende Überblick ordnet das damalige Programm ein und ergänzt dauerhaft relevante Verbraucherinformationen.
Was der ARD-Schwerpunkt behandelte
Podcasts, Fernsehbeiträge, Web-Angebote und Recherchen befassten sich unter anderem mit Vitamin D, Vitamin B12, Omega-3-Fettsäuren, Folsäure, Jod und pflanzlichen Präparaten. Themen waren die wissenschaftliche Evidenz, mögliche Überdosierungen, Wechselwirkungen mit Arzneimitteln, Werbung in sozialen Medien und ökologische Auswirkungen.
Zum Auftakt erschien am 28. Januar 2026 eine Spezialfolge des Podcasts „Die Ernährungs-Docs“ mit dem Pharmakologen und Ernährungsmediziner Prof. Martin Smollich. Weitere Beiträge liefen unter anderem bei „Visite“, „Markt“, „Synapsen“ und auf dem YouTube-Kanal ARD Marktcheck. Die genannten Sendetermine dokumentieren den damaligen Themenschwerpunkt; Verfügbarkeit und Abrufadressen können sich später ändern.
Nahrungsergänzungsmittel sind Lebensmittel
Nahrungsergänzungsmittel werden rechtlich als Lebensmittel und nicht als Arzneimittel behandelt. Sie müssen dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit vor dem ersten Inverkehrbringen angezeigt werden. Diese Anzeige ist jedoch keine behördliche Zulassung und kein Wirksamkeitsnachweis.
Krankheitsbezogene Heilversprechen sind für Lebensmittel grundsätzlich nicht erlaubt. Gesundheitsbezogene Angaben dürfen nur unter den Voraussetzungen der europäischen Health-Claims-Regeln verwendet werden. Verbraucher sollten deshalb zwischen einer zugelassenen Aussage zu einem Nährstoff und weitergehenden Werbeversprechen für ein konkretes Produkt unterscheiden.
Wann Supplemente sinnvoll sein können
Eine Ergänzung kann in bestimmten Lebensphasen, bei eingeschränkter Ernährung oder bei ärztlich festgestelltem Bedarf sinnvoll sein. Ein Beispiel ist Folsäure bei Kinderwunsch und in der frühen Schwangerschaft. Aus einer statistisch niedrigen Zufuhr lässt sich jedoch nicht automatisch bei jeder Person ein Mangel ableiten.
Ungezielte oder hoch dosierte Einnahmen bieten gesunden, ausreichend versorgten Menschen nicht automatisch einen zusätzlichen Nutzen. Einzelne Stoffe können bei zu hoher Zufuhr unerwünschte Wirkungen auslösen. Auch Wechselwirkungen mit Medikamenten sind möglich; bei Erkrankungen, Krebstherapien oder regelmäßiger Arzneimitteleinnahme sollte die Verwendung deshalb medizinisch abgeklärt werden.
Seriöse Informationen erkennen
- Dosierung und Tagesverzehrmenge auf dem Etikett prüfen.
- Keine Behandlung oder Heilung von Krankheiten erwarten.
- Mehrere Produkte auf doppelte Inhaltsstoffe kontrollieren.
- Bei hohen Dosierungen, Beschwerden oder Medikamenteneinnahme fachlichen Rat einholen.
Die Podcast-Spezialfolge des NDR ist weiterhin abrufbar. Grundlegende Informationen bieten außerdem die Fragen und Antworten des BfR und die Hinweise des BVL zur Anzeige von Nahrungsergänzungsmitteln.
Aktualisiert am 6. September 2026
Quelle: NDR / BfR / BVL / food-monitor / KI
