Der Marktanteil von Bio-Lebensmitteln am gesamten Lebensmittelumsatz in Deutschland liegt aktuell im einstelligen Bereich, zeigt jedoch für 2026 eine weiterhin positive Dynamik.
Aktuelle Kennzahlen (Stand Januar 2026)
Marktanteil am Gesamtumsatz: Für das Jahr 2023 wurde ein Anteil von 6,3 % ausgewiesen. Neuere Daten deuten auf ein moderates Wachstum dieses Anteils hin, da der Bio-Umsatz 2025 deutlich stärker stieg als in den Vorjahren.
Umsatzentwicklung: Im Jahr 2025 erreichte der Bio-Markt mit einem Plus von etwa 8 % bis 10 % ein Rekordergebnis und überschritt die Marke von 18 Milliarden Euro.
Haushaltsreichweite: Rund 97 % aller deutschen Haushalte kaufen zumindest gelegentlich Bio-Produkte.
Markttrends und Verteilung
Einkaufsstätten: Der Großteil des Wachstums wird durch den klassischen Lebensmitteleinzelhandel, insbesondere Discounter und Drogerien, getragen. Bio-Eigenmarken machen hier einen erheblichen Teil des Umsatzes aus (ca. 47 % im ersten Halbjahr 2025).
Herausforderungen: Während die Nachfrage 2025 und Anfang 2026 Rekordwerte erreicht, wächst die heimische ökologische Anbaufläche langsamer, was zu einer verstärkten Abhängigkeit von Importen führt.
Prognose: Experten gehen davon aus, dass der Bio-Anteil bis 2030 je nach politischer Steuerung und Flächenwachstum auf einen Wert zwischen 8,1 % und 17,3 % steigen könnte.
Weitere detaillierte Branchenanalysen finden Sie beim Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) oder in den Marktberichten der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI).
Marktanteile nach Warengruppen
Der Bio-Anteil schwankt je nach Produktkategorie massiv. In einigen Bereichen ist „Bio“ fast schon der Standard, während es in anderen eine Nische bleibt:
| Warengruppe | Bio-Marktanteil (ca.) |
| Ersatzprodukte (Pflanzendrinks) | 65 % |
| Trinkmilch | 30 % |
| Frischgemüse | 23 % |
| Eier | 20 % |
| Fleisch & Wurstwaren | 4 % – 6 % |
Hinweis: Besonders bei pflanzlichen Alternativen (z. B. Hafermilch) dominiert Bio den Markt, während Fleischprodukte aufgrund des hohen Preisunterschieds weiterhin einen schweren Stand haben.
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