Schwangere brauchen gesicherte Ernährungsinformationen. Eine qualifizierte Ernährungsberatung sowie digitale Angebote sind hier von Bedeutung.
Das zeigt eine aktuelle Untersuchung von Alexandra Hett und Martin Smollich vom Universitätsklinikum Schleswig-Holstein. Die Forschenden untersuchten dabei die Quellen, die schwangere Frauen in Deutschland für Ernährungsberatung nutzen, und die Übereinstimmung dieser Beratung mit etablierten Leitlinien und weiteren Empfehlungen.
Schwangere Frauen (≥ 6. Schwangerschaftswoche) füllten dafür einen Online-Fragebogen aus, in dem die Quellen ihrer Ernährungsinformationen sowie die Ernährungsgewohnheiten und die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln erfasst wurden. Die Daten wurden anschließend mit den offiziellen Empfehlungen des Netzwerks Gesund ins Leben des Bundeszentrums für Ernährung sowie der Deutschen Gesellschaft für Ernährung verglichen.
Von den 3.363 Teilnehmerinnen berichteten rund zwei Drittel (68,66 %), ihre Ernährung während der Schwangerschaft verändert zu haben. Die meisten Frauen (82,76 %) erhielten nur begrenzte oder gar keine Ernährungsberatung. Fast 80 Prozent (77,70 %) der befragten Frauen suchten entsprechende Informationen online. Das Ergebnis: Die meisten Teilnehmerinnen waren gut über grundlegende Empfehlungen informiert. Bei einer detaillierten Betrachtung zeigte sich jedoch, dass einige der von ihnen befolgten Ernährungspraktiken nicht mit offiziellen Empfehlungen übereinstimmten, wie z. B. die Dosierung und Einnahme der Jod- und Folsäuresupplemente.
Damit unterstreicht die Untersuchung die Bedeutung einer qualifizierten Ernährungsberatung, um eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung in der Schwangerschaft zu erreichen. Gleichzeitig bedarf es gesicherter Informationen im Internet, die die persönliche Beratung unterstützen können. Das Netzwerk Gesund ins Leben stellt vielfältige Informationen für Schwangere basierend auf den Handlungsempfehlungen auf seiner Webseite und auf Instagram zur Verfügung.
Weitere Informationen:
