Gemüse anzubauen muss nicht aufwändig sein. Wir stellen sieben pflegeleichte Gemüse vor und geben Tipps, wie im Garten Arbeit eingespart werden kann.

In Kürze
- Besonders pflegeleicht sind Gemüsesorten, die wenig Kulturarbeit benötigen und seltener von Krankheiten oder Schädlingen befallen werden.
- Pflegeleicht sind etwa Kartoffeln, Zucchini, Bohnen, Mangold und Zwiebeln.
- Feldsalat und Rucola sind pflegeleichte Salate.
- Auch Gartentricks wie Mulchen, das Einarbeiten von Kompost oder eine automatische Bewässerung verringern den Arbeitsaufwand.
- Viele pflegeleichte Gemüse wachsen auch auf dem Balkon.
Was macht den Gemüseanbau arbeitsaufwändig?
Unkraut jäten, Gießkannen schleppen, Pflanzen anbinden, anhäufeln, schneiden und düngen –Gemüsepflanzen wollen gehegt und umsorgt werden. Besonders aufwändig ist das Vorziehen von kälteempfindlichen Jungpflanzen im Warmen. Auch das Vereinzeln der Pflänzchen ist mühsam. Dazu kommt die regelmäßige Kontrolle auf Krankheiten und Schädlinge und eventuelle Gegenmaßnahmen.
Warum sind manche Gemüse pflegeleichter als andere?
Die Ansprüche der verschiedenen Gemüsearten sind unterschiedlich. Manche sind empfindlich gegenüber Krankheiten und Schädlingen, andere sind robust und widerstandsfähig. Während zum Beispiel Tomaten ständig umsorgt, angebunden, ausgegeizt, viel gegossen, gedüngt und auf Krankheiten überprüft werden wollen, kommen andere Gemüsearten fast allein zurecht.
Deshalb ist es besonders hilfreich, bereits bei der Anbauplanung auf eine geschickte Pflanzenauswahl zu achten. Denn zum Glück gibt es pflegeleichte Gemüsesorten, die mit wenig Aufwand üppige Ernten liefern. Kartoffeln, Mais, Zucchini und Mangold sind nur einige Beispiele für Gemüse, das auch ohne viel Zuwendung gut gedeiht.
Wir stellen sieben pflegeleichte Gemüse und Salate vor. Sie müssen nicht vorgezogen werden und zeichnen sich dadurch aus, dass sie nicht zu häufig gegossen werden müssen und bei richtiger Standortwahl widerstandsfähig gegenüber Krankheiten und Schädlingen sind. Richtige Standortwahl bedeutet zum Beispiel, dass die Pflanze genug Licht bekommt und der Boden nicht zu sandig oder zu lehmig ist. Außerdem wachsen viele dieser Pflanzen schnell und beschatten rasch den Boden, was Unkräuter unterdrückt. Praktisch, wenn man keine Lust aufs Jäten hat!
Wie kann man sonst den Arbeitsaufwand verringern?
Nicht alle Gartenfans haben Zeit und Lust, sich täglich um ihre Pflanzen zu kümmern. Die gute Nachricht: Es gibt Tricks, den Aufwand zu verringern: Häufiges Wässern kann man zum Beispiel mit dem Einsatz von automatischer Bewässerung, aber auch mit Gründüngung und dem Einarbeiten von Kompost vermeiden.
Mulchen hilft nicht nur dabei, den Boden gleichmäßig feucht zu halten, sondern unterdrückt auch lästige Beikräuter. Für Gemüsearten, die vereinzelt werden müssen, bieten sich Saatbänder an. Auf diesen sind die einzelnen Samen bereits im richtigen Abstand aufgebracht.
