
vom Acker bis zum Teller.
Auf dem Acker: Die Reise beginnt direkt auf dem Feld, wo die wärmeliebende Pflanze heutzutage in sorgfältig angelegten Dämmen wächst. Seit dem 18. Jahrhundert spielt die Kartoffel für unsere Ernährung und Wirtschaft eine bedeutsame Rolle. Deutschland ist führend in der europäischen Kartoffelerzeugung und produziert sogar mehr als hier verbraucht wird (Selbstversorgungsgrad liegt bei 145%).
Von der Ernte in den Handel: Sobald die Knollen ausgereift sind, übernehmen moderne Maschinen die Ernte. Ein Großteil der Kartoffeln wandert direkt in die industrielle Weiterverarbeitung: Dort entstehen beliebte Produkte wie Pommes frites, Kartoffelsalat, Chips oder Püree. Die restliche Ernte findet als Frischware den Weg in den Handel. Für eine stabile Qualität bis zum Verkauf, lagert man die Knollen gut belüftet bei optimaler Temperatur und Luftfeuchtigkeit.
Vom Einkauf in die Küche: Damit Kartoffelgerichte gelingen, kommt es auf die richtige Kartoffelsorte an. Festkochende für Bratkartoffeln, überwiegend festkochende für Salzkartoffeln oder mehlige für Kartoffelpüree – mit der richtigen Sorte gelingt auch die Zubereitung. Übrigens: Die Süßkartoffel ist trotz ihres Namens sowie Ähnlichkeiten im Aussehen und der Verwendung nicht mit der Kartoffel verwandt. Geeignete Sorten für Kartoffelvorräte lassen sich wochenlang zu Hause lagern, idealerweise an einem kühlen, trockenen und dunklen Ort. Vor der Zubereitung stets mögliche grüne Stellen oder Keimansätze großzügig entfernen.
Gesundheit und Umwelt: Die Kartoffel liefert komplexe Kohlenhydrate, Ballaststoffe und hochwertiges Eiweiß, darüber hinaus wichtige Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Mit der richtigen Zubereitungsart und Garmethode lässt sich das Beste aus der Kartoffel herausholen und gleichzeitig die Aufnahme unerwünschter Stoffe wie Solanin und Acrylamid reduzieren. Ob gekocht, gebacken oder frittiert – die tolle Knolle entfaltet eine Vielfalt an Aromen und passt zu unzähligen Gerichten. Da sie ganzjährig aus heimischer Erzeugung verfügbar ist, ob frisch geerntet oder als Lagerware, ist sie immer eine nachhaltige Wahl.
Verena Dorloff, bzfe.de
