Perfektes Team: Grillen und Fußball

Eines der größten Sportevents, die Fußballweltmeisterschaft 2018, steht vor der Tür – für die deutsche Nationalmannschaft der Start zur Mission Titelverteidigung. Die meisten Deutschen trommeln nun Freunde und Familie zusammen und verfolgen die Spiele beim gemeinsamen Grillen. Wie der WM-Grillabend zum echten Volltreffer wird, verrät der vomFASS Chefkoch Robert Knaus.

Wenn am 14. Juni in Moskau das erste Spiel der Weltmeisterschaft 2018 angepfiffen wird, ist ein Großteil der Welt im Fußballfieber. Aber nicht nur die Fans des runden Balles schweben auf Wolke sieben, auch die deutschen Metzgermeister erhoffen sich einiges von dem weltweiten Event. Kein Wunder: Fast jeder neunte Deutsche greift bei einem Fußballspiel am liebsten zu Grillfleisch. In WM-Zeiten kann sogar mit einem fünf bis zehn Prozent höheren Absatz gerechnet werden. Mit den sechs heißen Grilltipps von Robert Knaus, Chefkoch bei vomFASS, hat jede WM-Grillparty auch in kulinarischer Hinsicht Titelchancen.

Gut geplant ist halb gewonnen
Planung und Vorbereitung richten sich natürlich ganz nach dem Spielplan der deutschen Equipe. Aber: Damit Fußballfans rechtzeitig zum Auflaufen der Mannschaft Kopf und Hände frei haben, sollte die Grill-Party etwa zwei bis drei Stunden vor dem Anpfiff beginnen. So bleibt vor dem Spiel noch genug Zeit zum Grillen und Essen. Klassisches Grillgut – Bratwürste und Grillfleisch – sollte am besten einen Tag vorher gekauft werden. Pro Person sind etwa 200 bis 400 Gramm empfehlenswert. Tipp vom Chefkoch: „Immer frisches Fleisch verwenden und selbst marinieren“, rät Robert Knaus. Das lohnt sich nicht nur im Hinblick auf die Qualität. Eigenes Marinieren bietet Raum für spannende Geschmackskreationen.

Frischfleisch!
Beim Grillen wird das Fleisch – oder auch Fisch, Geflügel, Gemüse und sogar Obst – auf einem Rost über der Kohleglut bei einer durchschnittlichen Temperatur von 270 Grad gegart. Durch die Hitze schließen sich die Poren, das Fleisch wird außen knusprig und bleibt innen zart. Wichtig: „Das Grillgut sollte mindestens fingerdick zugeschnitten werden, Steaks etwa zwei bis drei Zentimeter“, empfiehlt der Chefkoch. Dünnere Stücke werden schnell trocken und zäh. Deshalb darf das Grillfleisch auch nicht zu mager sein: Schön saftig bleibt marmoriertes Fleisch. Auch ein Fettrand oder Stücke mit Knochen (wie Kotelett oder T-Bone-Steaks) sorgen für einen saftigen Grillgenuss.

Vom richtigen Zeitpunkt
Am Vorabend: Grillfleisch sollte möglichst schon einige Stunden früher mit Marinaden oder Würzmischungen (Rubs) eingerieben und anschließend – idealerweise über Nacht – kühl gestellt werden. „Das verleiht dem Fleisch nicht nur wertvolle Aromen, sondern macht es auch zarter“, weiß Knaus.
Am Grilltag darf das Fleisch noch ein bisschen bei Zimmertemperatur „entspannen“, bevor es auf den Grill kommt – so kann es seinen Geschmack voll entfalten. ACHTUNG: Wegen Salmonellengefahr gilt dies nicht für Geflügel, das grundsätzlich bis kurz vor knapp gekühlt werden sollte!

Rauch und Röstaromen
Grundsätzlich gilt: Der typische Grillgeschmack entsteht durch Röstaromen. Perfekte Ergebnisse erzielt man auf dem liebsten Grill der Deutschen, dem klassischen Holzkohlegrill, wenn Rost und Grillgut mit Öl bestrichen werden. So klappt das Wenden besser und schon beim Anblick der goldbraunen Grillstreifen läuft einem das Wasser im Mund zusammen. Eine besondere, rauchige Note bekommen Fleisch und Wurst in speziellen BBQ-Smokern, die mit Holz oder Kohle befeuert werden können. Gut zu wissen: Das Grillen mit Smokern dauert wesentlich länger, insbesondere wenn kalter Rauch genutzt wird. „Der Vorteil ist, dass die Lebensmittel viel schonender gegart werden, so mehr Nährstoffe erhalten bleiben und gleichzeitig eine intensive Würze bekommen“, erklärt vomFASS-Chefkoch Knaus. Wer nicht so viel Zeit hat und trotzdem nicht auf das rauchige Aroma verzichten möchte, der kann auch ein BBQ Rauchöl verwenden. Schon einige Tropfen verleihen dem Grillgut oder der Sauce ein rauchiges Aroma. „Quasi ein Smoker aus der Flasche“, so Robert Knaus.

Hot and spicy
Wenn es – wie bei Finalspielen der WM – doch einmal schnell gehen muss, sind aromatisierte Öle oder Würzmischungen (Rubs) eine einfache, aber geschmackvolle Alternative. Zur Vorbereitung Fleisch und vor allem Geflügel kurz unter kaltem fließenden Wasser spülen und anschließend trocken tupfen, danach Würzen. Weniger ist mehr: „Salz nur sparsam und erst eine halbe Stunde vor dem Grillen verwenden, da das Fleisch sonst zu trocken wird“, rät Robert Knaus. Rubs sollten leicht einmassiert werden, dann das Fleisch in Grillpapier wickeln und ruhen lassen. Mit einem hitzebeständigen Öl (beispielsweise Oliven- oder Sonnenblumenöl) werden die Rubs im Handumdrehen zu einer schnellen WM-Marinade.

WM-taugliche Grillrezepte 

Je näher die Deutschen dem Finale rücken, desto unkomplizierter sollte das Grillen sein, damit Fußballfans den Spielen auch ihre volle Aufmerksamkeit widmen können. Ein Klassiker für den WM-Grillabend: Spareribs mit BBQ-Sauce. Die Marinade mit einem BBQ sweet & spicy Rub vomFASS kann am Abend vorher zubereitet werden. Bei der Party grillen die Spareribs gute 45 Minuten quasi nebenbei und werden am Schluss mit dem BBQ Rauchöl vomFASS verfeinert. Ebenso praktisch wie lecker sind auch Whisky Chicken Wings: Einfach eine Stunde vor dem Grillen mit der Whisky-BBQ-Sauce vomFASS marinieren, eine Stunde kühlstellen und in 20 Minuten knusprig braun grillen – fertig. Die rauchig-scharfe Sauce mit einem Schuss schottischem Islay-Malt-Whisky heizt kräftigt ein. Perfektes Fingerfood für die Halbzeit.

Mehr zum Thema