Schulanfang: richtige Ernährung von Schulkindern

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In wenigen Tagen beginnt wieder die Schule. Es also an der Zeit, sich ein paar Gedanken über die richtige Ernährung unserer Schulkinder zu machen. Untersuchungen zeigen immer wieder, dass sich ein erheblicher Teil der Schüler falsch ernährt. Diese Ernährungssünden, an denen meist die Eltern schuld sind, führen nicht nur in vielen Fällen zu Übergewicht, sie beeinflussen auch die Schulleistung. Kinder, die sich gesund ernähren haben weniger Schulstress und bringen auch bessere Leistungen.

Die richtige Ernährung des Schulkindes fängt schon mit dem Frühstück an, das die notwendigen Nähr- und Aufbaustoffe für den Start in den Tag liefert. Die Zeit für ein ausreichendes Frühstück sollte man sich und den Kindern also immer gönnen. Gleiches gilt für das Pausenbrot. Diese kleine, aber wichtige Mahlzeit hilft, Leistungstiefs zu vermeiden, die zwischen den Hauptmahlzeiten auftreten.

Wie aber sollten Frühstück und Pausenbrot eines Schulanfängers aussehen? Der ABC-Schütze muss nicht wesentlich mehr essen als bisher, denn Denkarbeit in der Schule verbraucht nur wenig Kalorien. Viel mehr Energie wird verbraucht, wenn die Kinder mit Gleichaltrigen in den Pausen herumspringen und spielen. Ein Schulanfänger braucht am Tag etwa 1500 – 1900 kcal. Das ist sehr viel, wenn wir berücksichtigen, dass eine erwachsene Frau nur etwa 2000 kcal am Tag braucht. Der Grund liegt darin, dass sich Kinder sehr viel mehr bewegen und zusätzlich Nährstoffe für das Körperwachstum brauchen. Ähnlich sieht es bei den Vitaminen und Mineralstoffen aus. Der Vitaminbedarf eines Schulanfängers liegt bei den meisten Vitaminen nur um etwa 20-30% unter dem eines Erwachsenen. Bei den Mineralstoffen Calcium und Phosphor erreicht der Bedarf des Kindes fast die Werte, die ein Erwachsener braucht.

Frühstück und Pausenbrot sollten daher die notwendigen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente enthalten, dazu wichtige Kohlenhydrate und Eiweiß – aber wenig Fett. Denn mehr als ein Viertel der Schüler hat bereits übergewicht. Daran ist hauptsächlich eine zu hohe Fettzufuhr schuld. Die für das Kind wichtigen Kohlenhydrate – sie liefern lang anhaltende Energie – sollten möglichst komplex sein. Solche Kohlenhydrate finden wir in Vollkornerzeugnissen und in Obst und Gemüse. Stark zuckerhaltige Produkte sollten gemieden werden und statt Limo und Cola ist ein Milchdrink oder eine Schorle in der Pause allemal besser.

Ideal zum Frühstück sind Müslis mit Haferflocken, frischem Obst, Joghurt, Milch oder Fruchtsaft oder ein kräftiges Vollkornbrot mit magerer Wurst und Käse oder Quark. Dazu empfiehlt der Augsburger Ernährungswissenschaftler Christian Rieder ein Glas Fruchtsaft, ein Milchdrink mit Früchten oder eine erfrischende Schorle. Gut ist auch Dinkula, ein milchsauer vergorenes Enzymgetränk aus Dinkelbrot, das die Verdauung fördert und den Stoffwechsel aktiviert.

Der beste Pausensnack ist immer noch das gute, alte Butterbrot. Aber bitte mit wenig Butter oder Margarine. Als Belag eignet sich fettreduzierte Wurst, Käse (wichtig für die Calciumversorgung), frisches Obst, Nüsse und knackig-frische Rohkost wie z.B. Möhren oder Radieschen.

Auch wenn es etwas Mühe macht, den Kindern ein gesundes Pausenbrot mitzugeben – mit der richtigen Ernährung sind die Schulanfänger nicht nur ausgeglichener, sondern auch leistungsfähiger.

Quelle: Wirths PR

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