Nürnberger Bratwürste / Nürnberger Rostbratwürste

Nürnberger Bratwürste oder auch Nürnberger Rostbratwürste sind nur 7-9 cm lang und wiegen 20-25 g pro Stück. Bei der Herstellung von Nürnberger (Rost-)Bratwürsten wird zunächst das gesamte Fleisch (siehe Zusammensetzung) gewolft und mit den Gewürzen und restlichen Zutaten zu einer gut bindenden Masse vermischt. Diese wird dann in Schafsaitlinge mit 2 cm Durchmesser gefüllt. Die Nürnberger (Rost-)Bratwurst kann gebrüht (15 Minuten bei 65 °C), fertig gebraten oder roh in den Verkauf genommen werden, wobei sie dann der Hackfleisch-Verordnung unterliegt.

An Nürnberger Straßenständen kann man drei Bratwürste in einem aufgeschnittenen Brötchen („Drei in äm Wecklä“) frisch vom Holzkohlegrill bekommen. Als vollständige Mahlzeit werden 6, 8,10 oder 12 Stück mit Kraut, Kartoffelsalat oder Meerrettich, sonst aber auch als „blaue Zipfel“ im Zwiebel-Essig-Sud gereicht. Selbst Johann Wolfgang von Goethe fand die Nürnberger (Rost-)Bratwürste so schmackhaft, dass er sie mit der Post von Nürnberg nach Weimar kommen ließ.

Die Bratwurstherstellung wird von der Stadt Nürnberg bereits seit dem 14. Jahrhundert genauestens überwacht. Nürnberger Bratwurst wurde ursprünglich nur in Garküchen hergestellt, die das Recht zum Schweinestechen und Bierausschenken besaßen, was anderen Küchen verwehrt war. Der Wortbestandteil „Brat“ ist nicht von dem Wort „Braten“ abgeleitet, sondern von „Brät“, der Teigmasse zur Füllung von Würstchen.

Zusammensetzung:
Grob entfettetes Schweinefleisch, kein Brätanteil. Die Gewürzmischung variiert je nach überliefertem Rezept, typisch ist vor allem Majoran. Als weitere Gewürze verwendet man Kochsalz, Pfeffer, Macis, Ingwer, Kardamom und Zitronenpulver. Der Anteil an bindegewebsfreiem Fleischeiweiß darf nicht unter 12 %, der absolute Fettgehalt nur bei max. 35 % liegen.

Name der Schutzgemeinschaft:
Schutzverband Nürnberger Bratwürste e. V., Rathaus Hauptmarkt 18,
90403 Nürnberg

Quelle: CMA – Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft mbH

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