Ananas – Genuss aus den Tropen

Ananas ist der Inbegriff tropischer Lebensart. Als Bestandteil exotischer Speisen und Getränke ist die Frucht bei uns sehr beliebt. Ananas liefert viele Vitamine und Mineralstoffe und eignet sich für Süßspeisen ebenso gut wie für Deftiges.

Herkunft

Die Urheimat der Ananas ist vermutlich Paraguay. Von dort gelangte sie nach Mittelamerika, wo Christoph Columbus sie im Jahre 1493 kennenlernte und später mit nach Europa brachte. Heute kommen Ananasfrüchte hauptsächlich von der Elfenbeinküste, Costa Rica, Ghana, Honduras oder Südafrika.

Frucht

Die Ananas ist eine 0,5 bis 5 Kilogramm schwere Schein- und Sammelfrucht. Sie setzt sich aus 100 bis 200 Einzelfrüchten zusammen, die äußerlich einem großen Pinienzapfen gleichen. Daher auch der englische Name pineapple (Pinienapfel). Über 100 verschiedene Ananassorten sind bekannt. Der Handel unterscheidet allerdings nicht nach Sorte, sondern nach Herkunft.

Das Fruchtfleisch ist saftig, gelb bis rötlich gefärbt und schmeckt süß-säuerlich.

Ananasfrüchte reifen nicht nach. Für den Export werden Ananas grünreif geerntet und haben somit weniger Aroma und Süße. Eine bessere Qualität weisen vollreif geerntete Früchte auf, die als Flugware im Handel angeboten werden. Ananasfrüchte von guter Qualität haben frische, grüne Blätter, einen charakteristischen, angenehmen Duft und eine glänzende Schalenfarbe.

Tipp: Zupfen Sie an den inneren Blättern des Blattbürzels. Wenn sich die Blätter lösen, ist die Ananas reif.

Ananasfrüchte sind kälteempfindlich. Temperaturen unter 7 °C verursachen Kälteschäden in Form von glasigem, später braun bis schwarz verfärbtem Fruchtfleisch. Lagern Sie die Früchte daher nicht im Kühlschrank.

Inhaltsstoffe

Ananas enthält reichlich Eisen (0,4 mg/100 g), Mangan, Vitamin C (19 mg/100 g), Betakarotin (die Vorstufe von Vitamin A) und Fruchtsäuren. Das Hauptkohlenhydrat ist Saccharose (Haushaltszucker). Frische Ananasfrüchte enthalten das eiweißspaltende Enzym Bromelin. Dieses Enzym wirkt verdauungsfördernd und entzündungshemmend.

Verwendung

Gerne wird Ananas frisch verzehrt oder als Bestandteil von Obstsalat angeboten. Aus den Früchten lassen sich auch Konfitüre, Kuchen, Torten und Süßspeisen herstellen. In Zubereitungen aus Milch oder Milchprodukten mit Ananas spaltet das Enzym Bromelin die Eiweißbestandteile der Milch. Die Speise schmeckt dann bitter. Um das zu verhindern, kann das Enzym durch kurzes Erhitzen der Früchte zerstört werden.

Tipp: Die Ananas fürs Müsli muss nicht erhitzt werden. Geben Sie die Früchte in diesem Fall erst kurz vor dem Verzehr zur Milch.

Ananas eignet sich auch für deftige Gerichte wie Chutneys, Geflügel-, Fleisch- oder Fischgerichte, in Kombination mit Curry oder als Bestandteil von Hawaiitoast. Ananassaft ist eine wichtige geschmacksgebende Komponente in vielen Mehrfruchtgetränken und Cocktails.

Autorin: Sarah Bachmann
Bildautorin: Friederike Wöhrlin

Quelle:
LEL Schwäbisch Gmünd, Infodienst Landwirtschaft – Ernährung – Ländlicher Raum
http://www.ernaehrung-bw.info

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