Die wichtigsten Kohlsorten

Blumenkohl

Blumenkohl aus heimischen Gebieten bekommt man zwischen Juni und Oktober. Nach dem Kauf sollte der Kohl nur 1-2 Tage aufbewahrt werden, möglichst bei Temperaturen um null Grad. Vor dem Verarbeiten legt man den Blumenkohl eine halbe Stunde mit dem Strunk nach oben in Salzwasser. Dieser Arbeitsschritt ist vor allem bei Freilandgemüse wichtig, um eventuelle „Bewohner“ zu vertreiben.

Blumenkohl wird meistens gekocht und mit einer hellen Sauce serviert. Er kann aber auch überbacken, gebraten, in Butter gedünstet oder nach kurzem Blanchieren als Rohkost zubereitet werden. Blumenkohl ist eines unserer gesündesten Gemüse.

100 g roher Blumenkohl enthalten: 18 kcal (75 kJ), 2,1 g Eiweiß, 0,2 g Fett, 3,2 g Kohlenhydrate, 2 g Ballaststoffe, 69 mg Vitamin C, 328 mg Kalium


Brokkoli

Gute Qualität beim Einkauf erkennt man an einer sattgrünen Farbe, fest geschlossenen Blüten und frischen Blättern. Brokkoli hat im Kühlschrank eine Aufbewahrungszeit von ca.2 Tagen. Generell verdirbt in Folie abgepackter Brokkoli schneller als lose gekaufter. Vor der Zubereitung den Kopf 1/2 Stunde in Salzwasser einlegen. Wenn man die Hauptstiele am Ende kreuzweise einritzt und schält, haben sie etwa die gleiche Garzeit wie die feine Seitentriebe (10 min). Brokkoli schmeckt roh oder gekocht zu Salaten, Suppen, Eintöpfen, Aufläufen oder als Fleischbeilage.

100 g gekochter Brokkoli enthalten: 22 kcal (92 kJ), 2,8 g Eiweiß, 0,2 g Fett, 2,0 g Kohlenhydrate, 2,7 g Ballaststoffe, 90 mg Vitamin C


Kohlrabi

Die genaue Herkunft des Kohlrabis ist ungewiss. Als sicher gilt, dass das Gemüse schon bei den Alten Römern als „caulo rapa“ bekannt und überaus beliebt war. Hierzulande kennt man den Kohlrabi seit dem Mittelalter, erstmals wurde er im Jahre 1558 erwähnt. Heute zählt er zur Riege klassischer deutscher Gemüsesorten. Mit ca. einem Kilo pro Kopf und Jahr wird in keinem anderen Land so viel Kohlrabi verzehrt wie bei uns.

Der Kohlrabi ist bei uns nicht nur wegen seines Geschmacks so beliebt, sondern auch wegen seiner gesunden Inhaltsstoffe. Kohlrabi strotzt nämlich nur so vor Vitamin C, schon eine halbe Knolle deckt unseren täglichen Bedarf. Er ist zudem reich an einigen anderen Vitaminen (u. a. Biotin, Folsäure), Mineralstoffen (u. a. Magnesium, Selen) und wertvollen sekundären Pflanzenstoffen (vor allem bei Freilandware). Was kaum jemand weiß: Besonders viele dieser gesunden Vitalstoffe sind in den Kohlrabi-Blättern enthalten, teilweise ist der Gehalt zwei- bis dreimal so hoch wie in der Knolle. Zumindest die zarten Herzblätter sollte man deshalb immer mitessen, z. B. klein gehackt als Salat oder wie Spinat gedünstet.

100 g Kohlrabi enthalten: 24 kcal (102 kJ), 2,0 g Eiweiß, 0,1 g Fett, 3,7 g Kohlenhydrate, 1,4 g Ballaststoffe, 322 mg Kalium, 68 mg Calcium, 43 mg Magnesium, 1,8 mg Niacin und 63 mg Vitamin C.


Sauerkraut

Bei der Herstellung von Sauerkraut wird Weißkohl gehobelt, gesalzen und etwa 6 Wochen luftdicht abgeschlossen. Dabei läuft die Milchsäuregärung ab, ein Prozess, bei dem Zucker in Milchsäure umgewandelt wird. Unter Zugabe von Wein entsteht das sogenannte Weinkraut. Waschen und mehrmaliges Aufwärmen sollte man nach Möglichkeit vermeiden. Viele wertvolle Vitamine und Mineralstoffe gehen sonst verloren. Sauerkraut bietet unheimlich viele Möglichkeiten der Zubereitung. Als Salat schmeckt es sehr lecker mit Äpfeln, Ananas, Möhren und Reis vermischt. Und auch gekocht passt es nicht nur zu Kassler!

100 g Sauerkraut enthalten: 17 kcal (70 kJ), 1,5 g Eiweiß, 0,3 g Fett, 0,8 g Kohlenhydrate, 2,2 g Ballaststoffe, 20 mg Vitamin C


Spitzkohl

Der Spitzkohl ist eine Variante des Weißkohls. Den Namen verdankt er seiner spitz zulaufenden Form. Als früheste Kopfkohlart kommt er bereits im April/Mai auf den Markt. Die grünen Köpfe haben eine feinere Struktur und sind von der Konsistenz her lockerer und zarter als Weißkohl. Spitzkohl gart auch schneller und er bleibt schön knackig im Biss. Er ist wohlschmeckender und leichter verdaulich als Weißkohl. Im Gegensatz zum Weißkohl hält sich frisch geernteter Spitzkohl gut gekühlt nur 1-2 Wochen, denn je früher Kohl geerntet wird, desto kürzer ist auch seine Haltbarkeit.


Weißkraut

Weißkohl, bzw. -kraut unterscheidet man in Sommer- und Wintersorten. Die Sommersorten sind durch die lockeren und grünen Köpfe gekennzeichnet, die Wintersorten dagegen haben feste, gelblich-weiße Köpfe. Eine besondere Art des Weißkohls ist der Spitzkohl. Er ist zarter und wohlschmeckender und im Handel von Mai bis Dezember erhältlich. Gute Qualität zeichnet sich durch glänzend frische und gesunde Köpfe, ohne Fraß- und Schlagstellen aus. Sein Gewicht sollte zwischen 1,5 und 2 kg betragen. Bei der Zubereitung entfernt man eventuelle welke Blätter und den Strunk. Weißkraut kann roh als Salat oder gekocht als Gemüseeintopf, Kohlrouladen, Auflauf oder Suppen genossen werden. Weißkraut enthält übrigens Ascorbigen, eine Vitamin C-Vorstufe. Durch das Kochen entsteht daraus das vollständige Vitamin C.

100 g rohes Weißkraut enthalten: 24 kcal (102 kJ), 1,3 g Eiweiß, 0,2g Fett, 4,2 g Kohlenhydrate, 3,0 g Ballaststoffe, 47 mg Vitamin C

Quelle: Wirths PR, www.wirthspr.de


Gefüllte Wirsingtaschen mit Ziegenkäse, Manuka-Honig und Pinienkernen

(für 4 Personen)

4 mittelgroße Wirsingblätter
4 runde Ziegenfrischkäse (à 20 g)
1 EL Pinienkerne
1 EL Sonnenblumenkerne
1 EL aktiver Manuka-Honig (MgO 100+)
Ingwerpulver
Chilipulver
Pfeffer
Salz
2 EL Sonnenblumenöl

Wirsing waschen und in wenig kochendem Salzwasser 20-30 Sekunden blanchieren, herausnehmen und kalt abschrecken. Die Blätter auf einer Arbeitsfläche ausbreiten. Auf jedes Blatt einen Ziegenfrischkäse legen. Pinienkerne und Sonnenblumenkerne in einer Pfanne kurz anrösten, mit dem Manuka-Honig mischen, pikant mit Ingwer- und Chilipulver würzen und über den Ziegenkäse verteilen. Die Wirsingblätter einschlagen, leicht pfeffern und salzen und in heißem Öl von beiden Seiten jeweils 2 Minuten braten.

Pro Person: 113 kcal (473 kJ), 5,6 g Eiweiß, 8,1 g Fett, 4,4 g Kohlenhydrate

Fotohinweis: Wirths PR

Warum ist Manuka-Honig so gesund?

Im Vergleich zu normalem Honig enthält der aus Neuseeland stammende Manuka-Honig einen extrem hohen Gehalt an Methylglyoxal (MGO). Dieser Wirkstoff ist für die starke antibakterielle „aktive“ Wirkung des Honigs verantwortlich. Interessant: Das MGO im Manuka-Honig ist hitzestabil, so Wissenschaftler der TU Dresden. Er kann also auch erhitzt werden. Aktive Manuka-Honige gibt es unter www.neuseelandhaus.de und im Reformhaus.

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