Mikrobiologische Untersuchung von Milch aus Rohmilchautomaten

„Milch-ab-Hof“ auf neuen Wegen!

Seit einigen Jahren ist eine kontinuierliche Zunahme von Verkaufsautomaten bei der Direktvermarktung von Rohmilch als „Milch-ab-Hof“ zu beobachten. Um ein eventuell damit verbundenes Risiko bewerten zu können, wurden in Baden-Württemberg sowie im Rahmen des Bundesweiten Überwachungsprogramms BÜP 2016, eine Beprobung der amtlich registrierten  Abgabeautomaten als Schwerpunktprojekt durchgeführt.

Die Ergebnisse der Untersuchungsreihe zeigen, dass die Abgabe von Rohmilch als leicht verderbliches, tierisches Primärprodukt mit Hilfe von automatisierten Systemen ein zusätzliches Hygienerisiko darstellen kann. Dabei ist die Verbraucherauffassung mit zu bedenken, nämlich dass zahlreiche Verbraucher den gesetzlich vorgeschriebenen Warnhinweis „Rohmilch, vor Verzehr abkochen“ ignorieren und diese Milch roh verzehren, ungeachtet der Gefahr, dass rohe Milch mit krankmachenden Keimen belastet sein kann.

Die Untersuchungen zeigten auf, dass trotz relativ geringer Stichprobenzahl, pathogene Keime wie Camphylobacter, VTEC und Listeria monocytogenes festgestellt werden konnten.

Bedenklich wird dies, wenn die Rohmilch ohne vorherige Erhitzung von den allseits bekannten Risikogruppen , wie Kleinkinder, Senioren, Schwangere und Immungeschwächte (YOPIs) verzehrt wird. Werbende Darstellungen von Kleinstkindern, die Rohmilch vor Ort an der Milchtankstelle trinken, oder bagatellisierende Hinweisschilder (s. Bild) sind nicht zulässig.

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Quelle: CVUA Sigmaringen

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