Die richtige Ernährung gegen Arthrose-Beschwerden

Foto von Karolina Grabowska von Pexels

Arthrose zählt zu den am meisten verbreiteten Gelenkerkrankungen und geht für Betroffene in der Regel mit erheblichen Schmerzen sowie einem fortschreitenden Verschleiß des Knorpels einher. Wenn auch die Symptome sich mit Schmerzmitteln behandeln lassen, so kann die richtige Ernährung die Weichen für einen milden Krankheitsverlauf setzen. Wir verraten in unserem heutigen Ratgeber, welche Lebensmittel bei einer Arthrose in jedem Fall auf dem Teller landen sollten und welche Nährstoffe für den Erhalt gesunder Gelenke notwendig sind.

Was genau ist eine Arthrose?

Bei einer Arthrose handelt es sich um eine irreversible Gelenkerkrankung, bei der sich die Knorpelmasse mit fortschreitendem Krankheitsverlauf zunehmend abnutzt. Daraus resultieren schmerzhafte Entzündungen sowie Schwellungen, da dem Gelenk der lebensnotwendige Schmierstoff fehlt. Bedingt durch die anhaltenden Schmerzen sowie die fehlende Elastizität der Gelenke nehmen Betroffene immer häufiger eine Schonhaltung ein und die Gelenksteifigkeit nimmt weiterhin zu.

Statistiken belegen, dass in Deutschland rund 10 Prozent der Bevölkerung im Laufe des Lebens an Arthrose erkrankt, wobei in erster Linie die Hüfte, die Knie sowie auch die Hände betroffen sind. So entstehen bei einer Arthrose im Knie häufig Knieschmerzen beim Anwinkeln. Obwohl eine Arthrose häufig im Alter auftritt, so gelten auch andere Faktoren wie Leistungssport, Unfälle sowie Fehlstellungen der Gelenke als entscheidende Risikofaktoren. Doch auch ein fortwährender Bewegungsmangel und Übergewicht tragen zu der Entstehung von Arthrose und der Verschlimmerung der Krankheitssymptome bei.

Durch das Übergewicht werden die Gelenke zusätzlich belastet, was einen erhöhten Verschleiß des Knorpels zur Folge hat. Zudem beeinflussen auch die Ernährungsgewohnheiten den Krankheitsverlauf, da einige Nährstoffe zu einer Neubildung gesunder Knorpelmasse beitragen und demnach die Regeneration der Gelenke fördern. Eine Gewichtsreduktion zählt daher zu den wichtigsten Maßnahmen, um einer Arthrose sowie den dazugehörigen Symptomen vorzubeugen. Wer unter einer Arthrose leidet, sollte in erster Linie gelenkschonende Sportarten wie Krankengymnastik, Fahrradfahren, Schwimmen und Yoga wählen. Auch ist es sinnvoll, das individuelle Sportprogramm zunächst mit dem behandelnden Arzt abzustimmen, um übermäßige Belastungen der Gelenke zu vermeiden. Dies ist vor allem dann wichtig, wenn eine Transplantation bei Knorpelschaden im Knie erfolgt ist. Nicht selten muss der Körper zunächst wieder an leichtes Training gewöhnt werden, wenn zuvor lange Zeit Schmerzen im Knie vorlagen.

Laucharten und Gewürze wirken antioxidativ

Wer seine Gelenke langfristig stärken möchte, sollte sowohl Knoblauch als auch Zwiebeln in seinen Speiseplan integrieren. Knoblauch ist reich an wertvollen Omega-3-Fettsäuren, die Entzündungsprozesse hemmen und schmerzstillend wirken. Zudem besitzt die in der kleinen Knolle existierende Substanz Allicin antibakterielle Eigenschaften und stärkt das Immunsystem. Außerdem hält Knoblauch die Gefäße rein und fungiert als natürlicher Blutdrucksenker. Um von den gesundheitsfördernden Effekten bestmöglich profitieren zu können, sollten die beiden Laucharten vor dem Verzehr in kleine Stücke geschnitten werden und einige Minuten ziehen. Durch diesen Prozess wird die Produktion entzündungshemmender Substanzen angeregt, sodass die Wirkung verstärkt werden kann.

Kräuter und Gewürze sind prall gefüllt mit sekundären Pflanzenstoffen (Phytamine), die als wertvolle Antioxidantien fungieren und freie Radikale unschädlich machen. Weiterhin hemmen Phytamine die Entzündungsprozesse im Körper und stabilisieren die Gelenke. Insbesondere Muskat und Koriander zeichnen sich durch schmerzstillende Eigenschaften aus und sollten daher als Gewürze bevorzugt werden. Da die sekundären Pflanzenstoffe vor allem im Zusammenspiel optimal wirken, lohnt es sich, immer neue Gewürze auf den Teller zu bringen.

Fisch und Walnüsse liefern wichtige Omega-3-Fettsäuren

Während die meisten Fleischsorten bei einer bestehenden Arthrose vermieden werden sollten, leistet fetthaltiger Fisch wiederum einen sehr guten Gelenkschutz. So besitzen Fischsorten wie Makrele, Forelle, Sardinen und Lachs einen hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren, die – wie bereits erwähnt – Entzündungen vorbeugen. Zu den weiteren wichtigen Lieferanten von Omega-3-Fettsäuren zählen mitunter auch Nüsse und Samen. Insbesondere Walnüsse versorgen den Körper mit einer ganzen Fülle wichtiger Vitamine und Mineralstoffe, wie zum Beispiel Kalzium, Eisen, Zink und Magnesium, die die Gelenkregeneration unterstützen. Daher lohnt es sich, Speisen mit Walnüssen sowie anderen Kernen zu verfeinern oder alternativ Walnussöl für die Zubereitung von Salaten zu nutzen.

Fazit

Eine ausgewogene Ernährung kann die Gelenke langfristig stärken
Eine Arthrose sowie auch andere Gelenkerkrankungen beeinträchtigen die Lebensqualität der Betroffenen und schränken nicht selten die Mobilität ein. Mit einer gesunden Lebensweise können die Gelenke langfristig geschützt und die Entstehung einer Arthrose verhindert werden. Denn die richtigen Nährstoffe erhalten die Stabilität der Gelenke, sodass auch ältere Personen weiterhin ihre Lieblingssportart ausüben können.

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