Kichererbsen stammen ursprünglich aus Vorderasien und verbreiteten sich von dort in den Mittelmeerraum.

Die Kichererbse (Cicer arietinum) gehört wie Erbse und Bohne zur Familie der Hülsenfrüchtler, bildet aber eine eigene Gattung. Ihr Name geht auf das lateinische Wort „cicer“ für Kichererbse zurück. Heute werden Kichererbsen in vielen warmen Regionen angebaut; wichtige Lieferländer für Deutschland sind unter anderem Indien, Australien und die Türkei. Auch einzelne deutsche Betriebe bauen die wärmeliebende Kultur an.
Kichererbsen in der Küche
Die meist beigen Samen schmecken mild-nussig. Sie passen zu Suppen, Eintöpfen, Currys und Salaten. Bekannte Gerichte sind Falafel und Hummus. Für Hummus werden weich gekochte Kichererbsen mit Tahin, Zitronensaft, Knoblauch und Olivenöl püriert.
Vorgegarte Kichererbsen aus Dose oder Glas können direkt verwendet werden. Abspülen ist aus Sicherheitsgründen nicht nötig, kann aber Salz und den typischen Konservengeschmack reduzieren. Die Flüssigkeit aus der Konserve heißt Aquafaba und lässt sich in vielen veganen Rezepten wie Eischnee aufschlagen.
Getrocknete Kichererbsen sicher zubereiten
Rohe Kichererbsen sind nicht zum Verzehr geeignet, weil sie natürliche Abwehrstoffe wie Lektine enthalten. Getrocknete Samen nach Packungsangabe, meist über Nacht, in reichlich Wasser einweichen. Das Einweichwasser wegschütten, mit frischem Wasser aufkochen und vollständig weich garen. Je nach Sorte und Einweichzeit dauert das häufig 40 bis 60 Minuten. Weitere Sicherheitshinweise stehen im Beitrag Die Kichererbse – in rohem Zustand giftig.
Kichererbsen liefern pflanzliches Eiweiß, Ballaststoffe sowie verschiedene Mineralstoffe. Wie gut einzelne Nährstoffe genutzt werden, hängt von der gesamten Mahlzeit und Zubereitung ab.
Redaktionell und fachlich aktualisiert: food-monitor, 10. August 2026
Quelle: Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) / food-monitor
Rezept: Mediterrane Kichererbsen-Gemüse-Pfanne

Zutaten für 4 Portionen
- 2 Gläser oder Dosen Kichererbsen (je etwa 240 g Abtropfgewicht)
- 1 rote Paprikaschote
- 1 mittelgroße Zucchini
- 1 rote Zwiebel
- 250 g Kirschtomaten
- 2 Knoblauchzehen
- 2 EL Olivenöl
- 1 TL gemahlener Kreuzkümmel
- 1 TL edelsüßes Paprikapulver
- 100 ml Gemüsebrühe
- 2 EL Zitronensaft
- 3 EL gehackte Petersilie
- Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Zubereitung
- Die Kichererbsen in ein Sieb geben, nach Wunsch abspülen und gut abtropfen lassen. Paprika und Zucchini putzen und in mundgerechte Stücke schneiden. Zwiebel schälen und in Streifen schneiden, Kirschtomaten halbieren. Knoblauch fein hacken.
- Das Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen. Zwiebel, Paprika und Zucchini darin bei mittlerer bis hoher Hitze 6 bis 8 Minuten anbraten.
- Knoblauch, Kreuzkümmel und Paprikapulver zugeben und etwa 30 Sekunden mitrösten. Kichererbsen und Gemüsebrühe einrühren und alles 5 Minuten offen köcheln lassen.
- Die Kirschtomaten zugeben und weitere 3 bis 4 Minuten garen.
- Mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken. Petersilie unterheben und sofort servieren.
Serviervorschlag: Dazu passen Fladenbrot oder ein Klecks Naturjoghurt.
Allergenhinweis: Gemüsebrühe kann Sellerie enthalten. Fladenbrot kann glutenhaltiges Getreide und Joghurt Milch enthalten.
Rezept: food-monitor / KI
