Einfluss der Ernährung auf den Blutzuckerspiegel

Gemüse, Früchte und Obst
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Was ist Blutzucker und was ist Glukose?

Blutzucker bezeichnet den Glukoseanteil im Blut. Glukose (oder Glucose) wiederum ist ein sogenannter „Einfachzucker“, der nicht mit anderen Zuckermolekülen verknüpft ist. Sie wird über die Ernährung aufgenommen und muss nicht von Verdauungsenzymen aufgespalten werden und gelangt so sehr schnell durch die Darmwand ins Blut.

Glukose ist ein unverzichtbarer Energielieferant für unsere Körperzellen und speist vor allem das Gehirn und die Nervenzellen. Damit Glukose in die Zellen unseres Körpers gelangt, muss das in der Bauchspeicheldrüse gebildete Hormon Insulin vorhanden sein. Ein Erwachsener benötigt im Ruhezustand durchschnittlich etwa 200 g Glukose täglich, wovon allein das Gehirn 75% verbraucht.

Zuckerkrankheit bzw. Diabetes mellitus

Für gesunde Körperfunktionen – also insbesondere in Gehirn und Nervenzellen – ist also bedeutsam, dass Insulin in hinreichender Menge produziert und verarbeitet werden kann. Die sogenannte Zuckerkrankheit wird heute als „Diabetes mellitus“ (übersetzt: „Honigsüßer Durchfluss“) bezeichnet. Sie resultiert aus einem Mangel am Hormon Insulin oder einer Fehlfunktion, was in der Folge zu einem erhöhten Blutzuckergehalt (Blutzuckerspiegel) führt. Es kann nicht mehr genügend Glukose aus dem Blut entnommen und in die Körperzellen transportiert werden.

Dabei wird unterschieden zwischen zwei Typen von Diabetes: Bei Typ I liegt ein Mangel am Hormon Insulin vor. Dies kann behandelt werden durch unmittelbare Zufuhr des fehlenden Hormons über entsprechende Medikamente. Bei Typ II wird zwar genügend Insulin von der Bauchspeicheldrüse produziert; der Körper kann das Insulin jedoch nicht richtig verarbeiten. Typ-II-Diabetes ist in entwickelten Konsum-Gesellschaft weit verbreitet. In Deutschland leiden rund acht Millionen Menschen – somit 10 Prozent der Bevölkerung – an diesem Diabetes-Typ, der 90 Prozent aller Fälle von Diabetes mellitus ausmacht.

Eine Frage des Lebensstils

Diabetes-Typ II ist nicht angeboren, sondern wird im Laufe des Lebens erworben. Hauptursachen sind dabei mangelnde Bewegung und ungesunde Ernährung.

diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe befasst sich seit 2008 mit dem Einfluss der Ernährung auf den Blutzuckerspiegel bzw. den Fragen eines gesunden Lebensstils.

Nach Angaben dieser Organisation ließe sich „die Rate der Neuerkrankungen an Diabetes  Typ 2 durch gesunde Ernährung und mehr Bewegung um rund 60 Prozent senken. … Bei der Ernährung bedeutet das: Mehr Vollkornprodukte, reichlich Obst und Gemüse, bevorzugt pflanzliche Öle. Auf Kohlenhydrate müssen Menschen mit Diabetes nicht verzichten. diabetesDE rät Betroffenen sich an der Dreidimensionalen Lebensmittelpyramide der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) zu orientieren.

Entgegen mancher  Diäten, die empfehlen, möglichst wenige Kohlenhydrate zu essen, empfiehlt die DGE sowie diabetesDE mindestens 50 Prozent der täglichen Energie in Form von Kohlenhydraten zu sich zu nehmen. Vor allem Vollkornprodukte sind reich an Ballaststoffen und sättigen daher besser als Weißmehlprodukte. Fette sollten hingegen nur bis zu 30 Prozent der täglichen Energie beanspruchen. Denn besonders der reichhaltige Genuss von gesättigten Fettsäuren, die sogenannten „schlechten“ Fette, sorgt für den berühmten Speck auf der Hüfte.“

Fitness, Sport
Regelmäßige körperliche Aktivität kann bei Diabetes Typ 1 und 2 unter anderem dazu beitragen, Blutzucker-Werte, aber auch Blutdruck oder Blutfett-Werte zu verbessern.
Foto: Anupam Mahapatra, Unsplash

Blutzuckermessgeräte

Sowohl zur Vorbeugung als auch zur Begleitung bei einer Diabetes-Therapie ist es sinnvoll, laufend den eigenen Blutzuckergehalt mit einem Blutzuckermessgerät zu ermitteln. Mit einem solchen elektronischen Gerät, das es beispielsweise bei mediqdirekt.de gibt, wird mit Hilfe einer sogenannten Stechhilfe ein Blutstropfen kapillar aus der Fingerbeere entnommen und auf einen Teststreifen aufgetragen. Das Blutzuckermessgerät misst nun innerhalb von ca. 5-10 Sekunden den Blutzuckerwert der in Deutschland entweder in mmol/l oder mg/dl angegeben wird.

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