Über Süßungsmittel Bescheid wissen

Süßungsmittel haben einen schlechten Ruf. Umfragen zufolge versuchen knapp 70 Prozent der Befragten, die Stoffe zu meiden.

Zucker
Foto: jan mesaros auf Pixabay

Dazu gehören Süßstoffe und Zuckeralkohole. Sie müssen als Zusatzstoffe zugelassen werden. In der Datenbank www.zusatzstoffe-online.de bietet die VERBRAUCHER INITIATIVE Informationen zu den süß schmeckenden und kalorienfreien bzw. kalorienarmen Verbindungen.

Ob und welche Süßungsmittel eingesetzt werden, können Verbraucher im Zutatenverzeichnis erkennen. Die Stoffe müssen gekennzeichnet werden, d. h. die Funktionsklasse und der Name oder die E-Nummer sind anzugeben. Der Süßstoff Aspartam muss beispielsweise als „Süßungsmittel Aspartam“ oder „Süßungsmittel E 951“ auf der Verpackung stehen. Somit erfahren Verbraucher, welcher Stoff verwendet wird und was er bewirken soll. Bei unverpackten Lebensmitteln gilt eine vereinfachte Kennzeichnung.

Zusatzstoffe dürfen nur eingesetzt werden, wenn sie ausdrücklich zugelassen wurden. Dafür müssen sie bestimmte Anforderungen erfüllen. Nachgewiesen werden muss, dass die Stoffe gesundheitlich unbedenklich und technologisch notwendig sind. Weiterhin dürfen sie nicht zu einem falschen Eindruck über die Qualität eines Lebensmittels führen.

Mögliche Risiken 

Bei Süßstoffen werden immer wieder negative gesundheitliche Wirkungen diskutiert. Vor allem der Süßstoff Aspartam steht wiederholt im Verdacht, an der Entstehung von Krebserkrankungen beteiligt zu sein. Bisher gilt Aspartam in den üblicherweise verzehrten Mengen als sicher.

Tierversuche haben gezeigt, dass Süßstoffe wie Aspartam, Sucralose und Saccharin die Darmflora negativ beeinflussen können. In der Folge wurde eine gestörte Verwertung von Zucker beobachtet, die möglicherweise die Entwicklung eines Diabetes mellitus Typ 2 begünstigen kann. Weitere Forschungen sind notwendig, um mehr Sicherheit über die Effekte von Süßstoffen auf die Darmflora zu bekommen.

Die Frage, ob Süßstoffe appetitanregend wirken, wird seit Jahren kontrovers beurteilt. Hierzu gibt es Hinweise aus Untersuchungen, die noch weiter zu prüfen sind. Eindeutige wissenschaftliche Belege existieren aber bisher nicht.

Mehr Informationen über die ca. 330 derzeit zugelassenen Zusatzstoffe bietet www.zusatzstoffe-online.de. Zu jedem Zusatzstoff gibt es Angaben über die Herstellung, Verwendung und Sicherheit. Der Nutzer erfährt auch, ob Gentechnik zum Einsatz kommt und ob die Stoffe für ökologisch erzeugte, vegetarische und vegane Lebensmittel verwendet werden.

Quelle: VERBRAUCHER INITIATIVE

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