Rückstände von Pflanzenschutzmitteln in Fruchtgemüse (Januar – Oktober 2010)

Ein Bericht aus dem Laboralltag des CVUA Stuttgart

Von Januar bis Oktober 2010 wurden am CVUA Stuttgart insgesamt 264 frische Fruchtgemüseproben (überwiegend Tomaten, Gemüsepaprika, Gurken, Auberginen, Zucchini und grüne Bohnen) aus konventionellem Anbau und 54 Fruchtgemüseproben aus ökologischem Anbau auf Rückstände von über 550 Pflanzenschutzmittelwirkstoffen untersucht. Die Quote der Höchstmengenüberschreitungen bei konventioneller Ware lag bei 7,6 %. Sechs Gemüsepaprika-, zwei Tomaten- und eine Bohnenprobe wurden als „nicht zum Verzehr geeignetes Lebensmittel und damit als nicht sicheres Lebensmittels“ gemäß Verordnung (EG) Nr. 178/2002 beurteilt, da ein Rückstandsgehalt zu einer Überschreitung der toxikologisch noch akzeptablen Aufnahmemenge, der sogenannten akuten Referenzdosis (ARfD), führen könnte (Erläuterung siehe Infokasten). Eine gesundheitliche Beeinträchtigung konnte in diesem Fall, insbesondere bei Kleinkindern mit einem hohen Verzehr der Gemüseart, nicht mit der erforderlichen Sicherheit ausgeschlossen werden.

Fruchtgemüse aus konventionellem Anbau

o Tomaten: In 38 von 47 (81 %) untersuchten Tomatenproben konnten Pestizidrückstände nachgewiesen werden. 4 Proben (8,5 %) wurden aufgrund von Höchstmengenüberschreitungen beanstandet. Im Mittel enthielten die Tomaten 4,0 Wirkstoffe pro Probe und einen mittleren Pestizidgehalt von 0,29 mg/kg.
o Paprika: In 63 von 67 (94 %) untersuchten Gemüsepaprikaproben wurden Pestizidrückstände nachgewiesen. Im Mittel enthielten die Paprikas 5,1 Wirkstoffe pro Probe (Ø 0,28 mg/kg). Jeweils eine Probe mit Herkunft Türkei und Spanien wurden aufgrund von Höchstmengenüberschreitungen beanstandet.
o Gurken: In 14 von 16 (88 %) untersuchten Gurkenproben konnten Pestizidrückstände nachgewiesen werden. Im Mittel enthielten die untersuchten Gurken 3,4 Wirkstoffe pro Probe (Ø 0,15 mg/kg).
o Auberginen: In 15 von 17 (88 %) untersuchten Auberginenproben wurden Pestizidrückstände nachgewiesen. Im Mittel enthielten die Auberginen 3,2 Wirkstoffe pro Probe (Ø 0,07 mg/kg). Eine Probe mit Herkunft Italien wies eine Höchstmengenüberschreitungen auf.
o Zucchini: In 30 von 37 (81 %) untersuchten Zucchiniproben wurden Pestizidrückstände nachgewiesen. Im Mittel enthielten die Zucchini 2,3 Wirkstoffe pro Probe (Ø 0,04 mg/kg). Eine Probe mit Herkunft Italien wies eine Höchstmengenüberschreitungen auf.
o Grüne Bohnen und Zuckerschoten: siehe hierzu auch den gesonderten Internetbeitrag Rückstände von Pflanzenschutzmitteln in grünen Bohnen (1. Quartal 2010). In 41 von 52 (79 %) untersuchten Proben konnten Pestizidrückstände nachgewiesen werden, wovon neun Proben aufgrund einer Höchstmengenüberschreitung beanstandet wurden. Im Mittel enthielten die untersuchten Proben 2,0 Wirkstoffe pro Probe (Ø 0,20 mg/kg).

Ergebnis und vollständiges Dokument:
http://www.cvuas.de/pub/beitrag.asp?subid=1&Thema_ID=2&ID=1366

Quelle: CVUA Stuttgart

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