Grünkohl auf Pflanzenschutzmittelrückstände untersucht – positives Ergebnis: geringere Belastung als im Vorjahr

Mit Grünkohl durch den Winter: Gerade jetzt, in den Frostmonaten, schmeckt der deftige Kohl am besten. Daher hat das Lebensmittel- und Veterinärinstitut Oldenburg des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) frischen Grünkohl auf Pflanzenschutzmittelrückstände untersucht.

Positives Ergebnis: Keine der 26 Proben musste aufgrund von Höchstgehaltsüberschreitungen beanstandet werden. Sogar zehn Proben enthielten keine nachweisbaren Pflanzenschutzmittelrückstände. Insgesamt sind zehn verschiedene Wirkstoffe nachgewiesen worden. Acht Proben enthielten Mehrfachrückstände, aber nur in drei Proben wurden mehr als vier Wirkstoffe gefunden. Insgesamt testeten die Experten 26 frische Proben von Grünkohl aus Deutschland – davon 21 aus Niedersachsen.

Neben der Überprüfung der Einhaltung von Höchstgehalten wird bei deutschen Proben zusätzlich geprüft, ob nachgewiesene Rückstände aus einer zugelassenen bzw. genehmigten Anwendung stammen. Zwei Grünkohlproben enthielten Wirkstoffe, die in Deutschland für die Grünkohlkultur nicht zugelassen sind. Das zuständige Pflanzenschutzamt wurde gebeten, den Sachverhalt zu prüfen.

Im Vergleich zu den Ergebnissen des Jahres 2012 war der Grünkohl in 2013 weniger belastet. 2012 wurden insgesamt 17 Proben untersucht: In sechs Proben wurden Höchstgehaltsüberschreitungen festgestellt; acht Grünkohlproben wiesen Wirkstoffe aus einer unzulässigen Anwendung auf. Lediglich in zwei Proben wurden keine Rückstände nachgewiesen.

Die Anzahl der gefunden Wirkstoffe hat sich halbiert. Auch die Belastung des Grünkohls mit Mehrfachrückständen hat sich im Vergleich zum Vorjahr verbessert. Wurden im vergangenen Jahr bis zu neun verschiedene Wirkstoffe in einer Probe nachgewiesen, so waren es nun lediglich maximal sechs Wirkstoffe.

Frischer Grünkohl sollte Frost abbekommen haben, um seinen vollen Geschmack zu entwickeln und nicht bitter zu schmecken. Der Grund liegt zum einen darin, dass die Blattstruktur etwas lockerer und der Kohl damit bekömmlicher wird, zum anderen aber daran, dass durch den Frost ein Teil der Kohlenhydrate zu Zucker umgewandelt wird. Grünkohl ist reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Eine Portion deckt den Tagesbedarf an Vitamin C und enthält soviel Kalzium wie zwei Gläser Milch.

Pressekontakt:
Nds. Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit
Geschäftsstelle für Presseangelegenheiten:
Carsten Feldmann
Justizangestellter
Tel.: 05 11 / 84 08 – 524

Quelle: LAVES

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