Die Deutschen sind Bierfeinschmecker

  • Jeder Deutsche kaufte im ersten Halbjahr 2017 im Durchschnitt 36,5 Liter Bier und Biermix-Getränke und gab dafür rund 45 Euro aus.
  • Spezialitäten-Biere, Hellbiere und (Natur-)Radler liegen im Trend und sorgen für Umsatzwachstum.
  • Nielsen zeigt zum Oktoberfest die Vorlieben in den einzelnen Regionen Deutschlands: Hellbier wird auch außerhalb von Süddeutschland immer beliebter.

Drei Milliarden Liter Bier- und Biermixgetränke und damit rund 36,5 Liter pro Kopf: Das ist die Menge, die die Deutschen im ersten Halbjahr 2017 im Handel gekauft haben. Im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr 2016 ist der Absatz von Bieren und Biermix-Getränken damit um 1,3 Prozent gesunken. Das zeigen die aktuellen Zahlen von Nielsen, einem globalen Performance Management Unternehmen, das Informationen und Erkenntnisse zum Konsumverhalten von Verbrauchern liefert.

„Auch wenn der Absatz von Bier- und Biermixgetränken im ersten Halbjahr 2017 zurückgegangen ist, konnte sich der Umsatz steigern. Mit anderen Worten: Die Deutschen kaufen weniger Bier, geben dafür aber gerne mehr aus“, fasst Marcus Strobl, Spezialist für den Markt für Bier und Biermix-Getränke bei Nielsen, zusammen. In der ersten Jahreshälfte 2017 wuchs der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr um 0,4 Prozent auf rund 3,6 Mrd. Euro. Pro Kopf gaben die Deutschen damit im Durchschnitt rund 45 Euro für Bier aus.

In der interaktiven Micro Regionen Bier-Karte hat Nielsen den deutschen Biermarkt kartographiert. Dort kann jeder im Detail ablesen, wo welches Bier in welcher Menge getrunken wird: Top 3-Bier-Sorten, Durchschnittspreis pro Liter und Verbrauch pro Kopf für die 36 Micro Regionen. http://sites.nielsen.com/microregionen/#bier

Regionale Feinheiten: Von bayrischem Hellbier bis zu friesisch herbem Pils

Die aktuelle Untersuchung von Nielsen zum Oktoberfest zeigt: Hell- und Spezialitäten-Biere gewinnen deutschlandweit. Am stärksten ist das Wachstum jedoch in Süddeutschland zu beobachten. Allein in Bayern können Hellbiere im ersten Halbjahr 2017 ein Absatzanteil von 28 Prozent aufweisen – Tendenz steigend. Damit sind Hellbiere nach wie vor über alle Biersorten hinweg das beliebteste Bier der Bayern (Anteil 1. HJ 2017 Pils: 21%; Anteil Weizen: 12,6%).

Strobl erläutert: „Da Hellbiere am glaubwürdigsten das bayrische Lebensgefühl verkörpern, dringt die Sorte allmählich in immer mehr Regionen Deutschlands vor. Hellbier wird somit immer mehr zu einer gesamtdeutschen Biersorte, wie es auch das Weizenbier geworden ist“.

Spezialitäten, Hellbier und Radler sind die Zugpferde

Spezialitäten-Biere und Hellbiere sind in Deutschland zunehmend beliebt. Sie verzeichnen im ersten Halbjahr 2017 nicht nur ein Absatzplus (Spezialitäten-Biere +1%; Hellbiere +3,3%), sondern vor allem auch eine hohe Umsatzsteigerung (Spezialitäten-Biere +10%; Hellbiere +8,8%). „Die Deutschen sind Bierfeinschmecker und Spezialitäten-Biere liegen im Trend. Mittlerweile verzeichnen Sorten wie Fest-, Land- oder Kellerbiere Marktanteile im Umsatz von über fünf Prozent“, sagt Strobl.

„Daran zeigt sich, dass die Deutschen beim Bier offen für Neues sind und bereit für Bier-Feinkost auch mehr Geld auszugeben. Es ist durchaus nicht unüblich um die 15 Euro für einen solchen Kasten auszugeben. Diese ausgefallenen Sorten gehen mit der Entwicklung und Etablierung von regionalen Anbietern Hand in Hand. Hier stellen sich aktuell viele neue Akteure auf. Da kann ein alter Hase, wie das Pils so nicht mehr mithalten“, so Marcus Strobl.

Neben den Spezialitäten-Bieren und den Hellbieren sorgen aktuell im Bereich Biermix insbesondere auch alkoholfreie Biermixgetränke und Radler für Bewegung – und hier vor allem regionale Naturradler. „Besonders stark im Bereich Biermix und Spezialitäten legt alkoholfreies Bier zu und wird aktuell zu einer Art Freizeitgetränk für viele Verbraucher, die auch im Alltag neugierig sind und eine Alternative zu Wasser und Limonade suchen.“

Alkoholfreie Biermixgetränke haben im ersten Halbjahr 2017 beim Absatz um fast 20 Prozent zugelegt und liegen jetzt bei knapp 36 Mio. Liter. Das heißt, jeder Deutsche hat im Umkehrschluss im ersten Halbjahr 2017 mindestens eine 0,33 Liter Flasche alkoholfreien Biermix gekauft.

Dauerbrenner Pils mit Bremswirkung

Eins darf man jedoch nicht vergessen: Pils ist nach wie vor das Lieblingsbier der Deutschen und hat einen bundesweiten Marktanteil von rund 50 Prozent – in Norddeutschland liegt der Absatzanteil des Pils sogar bei über 67 Prozent. Auch wenn das Pils in Süddeutschland ein leichtes Minus verzeichnen muss, bleibt es deutschlandweit die Nummer eins.

Im ersten Halbjahr 2017 kauften die Deutschen davon rund 1,6 Mrd. Liter. Im Gegenzug zu den höherpreisigen Spezialitäten-Bieren ist eine Kiste klassisches Pils oft schon für rund 10 Euro im Sonderangebot zu haben. „Es zeigt sich, dass die Preise der etablierten im Gegenzug zu denen der innovativen Sorten nicht mehr steigen. Das liegt auch daran, dass in diesem Bereich Aktionen und Rabatte im Handel üblich sind.“

Über Nielsen

Nielsen Holdings plc (NYSE: NLSN) ist ein globales Performance Management Unternehmen, das ein umfassendes Verständnis darüber liefert, was Konsumenten sehen (Watch) und was sie kaufen (Buy). Der Watch-Bereich bietet Medien und Werbungtreibenden Reichweitenmessungen über alle Endgeräte hinweg an, auf denen Content – Video, Audio und Text – konsumiert werden kann.

Im Buy-Bereich bietet Nielsen Herstellern von Gütern des täglichen Bedarfs (Consumer Packaged Goods) und Händlern Erkenntnisse über die Performance im Einzelhandel. Indem die Informationen aus Watch und Buy sowie anderen Datenquellen integriert werden, liefert Nielsen seinen Kunden nicht nur Messungen und Insights auf höchstem Niveau, sondern auch Analysen, die nachhaltig zur Optimierung der Unternehmensleistung beitragen. Nielsen, ein S&P 500 Unternehmen, ist in mehr als 100 Ländern aktiv und deckt so mehr als 90 Prozent der weltweiten Bevölkerung ab.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter http://www.nielsen.de

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Quelle: Nielsen

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