Die Pizza: flache Teigscheibe auf heißen Steinen

Pizza
Fotolia #112016787 © Monika-Wisniewska – Lizenznehmer: food-monitor

Eine Erfindung der Italiener?

Bereits in der Antike haben Griechen und Etrusker flache Teigscheiben auf heißen Steinen gebacken und sie dann mit Olivenöl und anderen Zutaten versehen. Zum Nationalgericht der Italiener wurde die Pizza erst viele Jahrhunderte später.

Im Juni 1889 weilten König Umberto I. und Königin Margherita von Savoyen in Neapel und ließen Raffaele Esposito und seine Frau in den Königlichen Palast laden. Die hohen Herrschaften hatten Appetit auf Pizza vom berühmtesten Pizzabäcker der Stadt. Der Überlieferung nach hatte Raffaele Esposito einen genialen Einfall:

Basilikum
Fotolia #59838758 © Tim UR – Lizenznehmer: food-monitor

Er kombinierte grünes Basilikum mit kleinen, weißfarbenen jungen Sardinen sowie Mozzarella sowie roten Tomaten und setzte so zu Ehren der königlichen Kunden die Farben der 1861 eingeführten Nationalflagge um.

Königin Margherita war auf’s Äußerste begeistert und der geschäftstüchtige Pizzabäcker taufte die Kreation auf deren Namen: „Pizza Margherita“.

Heute gibt es kaum einen Ort in der Deutschland, der nicht eine Pizzaria oder wenigstens einen kleinen Pizza-Bäcker vorweisen kann. Doch auch für zuhause bzw. die Zubereitung im Haushalt eignet sich die Pizza wegen ihrer vergleichweise leichten Zubereitung hervorragend. Besonders beliebt ist hier die Tiefkühlpizza.

Geburtsstunde der Tiefkühlpizza

Tiefgekühlte Lebensmittel wurden erstmals Mitte der 50er Jahre im deutschen Handel angeboten. Zur Tiefkühlkost werden sowohl tiefgefrorene Zutaten für die Weiterverarbeitung als auch Fertiggerichte gezählt. Gemäß dem deutschen Lebensmittelrecht darf die Lagertemperatur von Tiefkühlkost höchstens −18 °C betragen.

Heute sind TK-Produkte aus einer abwechslungsreichen und ausgewogenen Ernährung gar nicht mehr wegzudenken. Nach Angaben des Deutschen Tiefkühlinstituts lag der Pro-Kopf-Verbrauch jedes Bundesbürgers Ende der 70er Jahre noch bei unter 14 kg. Jährlich verzehrt inzwischen jeder Deutsche durchschnittlich mehr als 43 kg Tiefkühlprodukte.

Die Pizza zählt zu den erfolgreichsten Tiefkühlprodukten mit hohen Wachstumsraten. Die erste gefrorene Pizza in Deutschland hieß „Pizza alla Romana“ und kam im Jahr 1970 in die deutschen Supermärkte. Seitdem steigen die Verkaufszahlen kontinuierlich. Im Jahr 2015 verzehrte jeder Bundesbürger im Schnitt 11 Tiefkühlpizzen. Die Pizza Salami ist dabei der Favorit der Deutschen. Aber auch TK-Fischstäbchen und TK-Kartoffelprodukte sowie TK-Obst zeigen einen deutlichen Aufwärtstrend. (Quelle: Deutsches Tiefkühlinstitut)

Wagner Tiefkühlprodukte GmbH: führender Anbieter von Tiefkühl-Pizza

Ende 1951 kommt Ernst Wagner über Umwege zu seiner Bäckerei im saarländischen 700-Seelen-Dorf Braunshausen und wird jüngster Bäckermeister des Saarlandes. In dieser Dorfbäckerei in Braunshausen beginnt die Geschichte der Nestlé Wagner GmbH: 1952 eröffnet der Bäckermeister Ernst Wagner eine Bäckerei im Haus seiner Eltern.

Um beliebte Gerichte vorzukochen und einzufrieren, wird Ernst Wagner zu einem Pionier der deutschen Tiefkühlkost. Der Schwenkbraten ist das erste Tiefkühlfertigprodukt, mit dem er Handel und Gastronomie beliefert. Mit der Herstellung von tiefgekühlten Fleischgerichten im Kochbeutel entwickelt sich das Unternehmen von Ernst Wagner kontinuierlich zur Großbraterei weiter. 1968 wird die Wagner Tiefkühlprodukte GmbH gegründet.

Anfang der Siebziger Jahre bringt Ernst Wagner von einer Italienreise die Geschäftsidee der tiefgekühlten Pizza mit und startet die ersten Versuche in der Pizzaherstellung. Ernst Wagner startet die Pizza-Produktion im größeren Stil. Sein Credo: Die Technik muss dem Produkt angepasst werden und nicht umgekehrt!

Ernst Wagner, Erfinder der Wagner Pizza:

„Ich wollte eine Pizza haben wie in einer Pizzeria. Zuerst waren es nur circa 30 kleine Pizzaöfen, die in einer Reihe gestanden haben, wie beim Italiener. Wir haben überall versucht, einen Steinbackofen zu kaufen, den konnten wir nirgends finden, auf der ganzen Welt nicht. Was haben wir gemacht? Wir sind in die Eigenproduktion gegangen.“

Heute stellt Wagner im saarländischen Nonnweiler jährlich rund 350 Millionen Tiefkühlprodukte her und zählt zu den größten europäischen Herstellern von Tiefkühlpizzen.

So einfach geht die Zubereitung einer Wagner Pizza am Beispiel Steinofen Pizza:

  1. Backofen gut vorheizen (Ober- und Unterhitze) 230 °C
  2. Folie entfernen
  3. Pizza auf den Rost, mittlere Schiene des Ofens, legen
  4. Pizza ca. 10-12 Min. goldbraun backen (Backzeit kann je nach Ofentyp variieren.) Umluft: 200 °C, Rost, mittlere Schiene, 8-10 Min. Gas: 230 °C oder Stufe 4-5, Rost, mittlere Schiene, 10-12 Min.

Und so einfach ist die Zubereitung von „Die Backfrische„:

Wichtig! Optimale Knusprigkeit nur durch Ober-/Unterhitze!

Ober-und Unterhitze:

  1. Backofen gut vorheizen (Ober- und Unterhitze) 220 °C
  2. Folie entfernen
  3. Pizza auf den Rost, mittlere Schiene des Ofens, legen
  4. Pizza ca. 9-11 Min. goldbraun backen (die Backzeit kann je nach Ofentyp variieren)

Umluft:

  1. Folie entfernen, Pizza ca. 20 Min. bei Zimmertemperatur antauen lassen
  2. Backofen gut vorheizen 200 °C
  3. Rost, mittlere Schiene, 8-10 Min.

Gas:

  1. Backofen gut vorheizen 220°C oder Stufe 4
  2. Folie entfernen, Rost, mittlere Schiene, 9-11 Min
FavoriteLoadingSeite in meine Favoritenliste legen | Seite drucken Seite drucken | Hinweis Copyright |
Medienkontakte dieser Meldung: 1524

Mehr zum Thema

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.