Die Walnuss: Reichhaltiges Energiebündel mit hohem Gesundheitswert

Walnuss
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Wer Walnüsse mag, kann sich jetzt besonders freuen. Denn im Herbst kommt ein Teil der reifen Nüsse auch aus heimischem Anbau. Die Kerne sind sehr gesund und nahrhaft. Sie enthalten zwar viel Fett, dieses besteht jedoch zum großen Teil aus herzgesunden Omega-3-Fettsäuren, die der menschliche Körper nicht selbst produzieren kann. Zudem sind die leckeren, getrockneten Früchte wahre Allround-Genies in der Küche und als gesunder und sättigender Snack für Zwischendurch kaum zu übertreffen.

Die Walnuss ist die Frucht eines Baumes, der ursprünglich aus Asien stammt, der Echten Walnuss Juglans regia. Die eigentliche Nuss mit ihrer harten Schale und dem essbaren Kern ist während der Reife von einer grünen, fleischig-faserige Außenhülle umgeben. Sind die Nüsse reif, springt die Außenhülle auf und löst sich von der Nuss.

Botanisch handelt es sich um eine echte Nuss, da der Samen von einer verholzten Schale umgeben ist. Bei der Walnuss besteht die Schale aus zwei verwachsenen Teilen. Je nach Sorte unterscheiden sich Form und Größe der Frucht. Es gibt eiförmige Walnüsse, elliptische, längliche, herzförmige, konische oder runde. Mit Längen von etwa 2,5 bis 8 und Breiten von rund 2,5 bis 5 Zentimetern variieren auch die Größen.

Das, was wir als Walnuss essen, ist der Embryo der Nussfrucht. Seine wulstig gefurchten Speicher-Keimblätter sind durch eine echte vollständige und eine unvollständige Scheidewand getrennt und erscheinen dadurch vierteilig. Die hellbraune Samenhaut, die den Embryo umhüllt, schmeckt bei frischen Nüssen bitter, lässt sich jedoch dann noch leicht abziehen. Bei getrockneten Nüssen haftet sie dem Kern direkt an, schmeckt kaum noch bitter und schützt den Kern davor, ranzig zu werden.

Im Vergleich zu anderen Nuss-Arten haben Walnüsse den höchsten Alpha-Linolensäure-Gehalt. Das ist eine essenzielle Omega 3-Fettsäure, die eine positive Wirkung vor allem auf das Herz und die Durchblutung haben soll. Sie zählt zu den ungesättigten Fettsäuren, von denen die Walnuss reichlich enthält.

Insgesamt nimmt man mit 100 Gramm Walnüssen knapp 63 Gramm Fett und etwa 663 Kilokalorien zu sich. Bei einer Portion Walnüsse pro Tag – das entspricht rund 25 Gramm – muss man sich jedoch keine Sorgen um sein Gewicht machen. Die vielen gesunden Inhaltsstoffe mit ihren positiven Effekten auf den menschlichen Körper überwiegen bei weitem.

So liefern Walnüsse viele Vitamine, vor allem verschiedene B-Vitamine und Vitamin E, Mineralstoffe wie Kalium, Natrium, Magnesium und Phosphor und Antioxidantien. 15 Gramm Eiweiß, 11 Gramm Kohlenhydrate und ein Ballaststoffgehalt von etwa 6 Gramm pro 100 Gramm Nüsse runden das gesunde Potpourri ab. Von diesem profitieren unter anderem die Zellen, das Herz-Kreislauf-System, die Blutbahnen, der Stoffwechsel und die Nervenzellen.

Walnüsse sind – archäologischen Funden zufolge – bereits vor rund 9.000 Jahren als Nahrungsmittel genutzt worden. Getrocknete Kerne bereichern Salate und andere herzhafte Gerichte, Süßspeisen wie Puddings, Cremes und Eis, und sie sind auf und in Backwaren zu finden; insbesondere in der Advents- und Weihnachtszeit.

Verarbeitet findet man sie zum Beispiel als Walnussöl oder -likör. Frische und getrocknete Walnüsse sind aber auch einfach pur eine Delikatesse. Wer nicht so gern zum Nussknacker greift, kann die getrockneten Früchte auch geschält kaufen. Im Gegensatz zu den ungeschälten Nüssen gibt es sie das ganze Jahr über. Gerade jetzt im Herbst lohnt es sich aber, nach Walnüssen aus Deutschland Ausschau zu halten, insbesondere auf Wochenmärkten, bei Landwirten oder Obstbauern in der Region. Denn diese Walnüsse haben die kürzesten Transportwege hinter sich.

Heike Stommel, www.bzfe.de

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