Garten und Balkon mit Kräutern bienenfreundlich gestalten

Foto: Grünes Medienhaus

Die zeitweise frühlingshaften Temperaturen locken nicht nur Landwirte, sondern auch Hobbygärtner raus. Es kribbelt in den Fingern, alle wollen loslegen, bereiten Felder und Beete vor und überlegen, wo was gepflanzt werden soll. Nachhaltige sowie bienen- und insektenfreundliche Büsche, Stauden und Flächen liegen im Trend.

Auf dem Land werden ganze Blühstreifen und -felder angelegt, um die Biodiversität zu fördern und Insekten sowie den 561 in Deutschland bekannten Wildbienenarten und Insekten einen Lebensraum anzubieten. Landwirte fördern die Biodiversität seit Jahren, denn sie wissen: Ohne Bestäubung können keine Früchte und Samen reifen.

2018 haben Niedersachsens Landwirte eine Fläche von über 15.000 Hektar (ha) Blühstreifen und gut 4.000 ha Honigbrache angelegt. Das entspricht einer Größe von 20.000 Fußballfeldern, teilt der Landvolkpressedienst mit. Landwirte säen auf Ackerrändern ein- oder mehrjährige Wildpflanzenmischungen und bieten mit weiteren Naturschutzmaßnahmen Lebensraum für Insekten, Vögel und Niederwild an: Sie fördern damit die biologische Vielfalt.

Die wissenschaftliche Begleitung bei dieser partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Naturschutz findet beispielsweise durch das Dialog- und Demonstrationsprojekt F.R.A.N.Z. statt, das vor kurzem mit dem Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet wurde.

Nicht nur Landwirte, sondern auch Garten- oder Balkonbesitzer können mit der Auswahl bienenfreundlicher Pflanzen und Wildgehölze ihren Beitrag leisten. Gärtner nennen auf Wunsch viele bienenfreundliche Pflanzen, darunter Kräuter und Stauden, die sich auch für Terrasse und Balkon eignen. Dazu zählen Rosmarin (Rosmarinus officinalis), Salbei (Salvia officinalis), Thymian (Thymus vulgaris) und Oregano (Origanum vulgare).

Bienen fliegen genauso auf altbewährte Melisse (Melissa officinalis) und Schnittlauch (Allium schoenoprasum) wie auf die Blüten des exotischen, chinesischen Korianders (Coriandrum sativum. Nicht nur Blühfarbe und -zeitpunkt, auch Wuchshöhe und die Gesamtgestaltung eines abwechslungsreichen Gartens bieten Wildbienen und anderen Insekten vom zeitigen Frühjahr bis in den Spätherbst vielfältige Nahrung an. Der deutsche Imkerbund nennt auf seiner Homepage unter www.deutscherimkerbund.de eine blühende Auswahl, auf die Bienen fliegen.

Quelle: LPD 21/2019

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