Manuka Honig – Wofür wird der Honig aus Neuseeland genutzt?

Manuka Honig ist ein natürliches Heilmittel und zeichnet sich daher durch ein sehr vielfältiges Anwendungsgebiet aus. Vor allem bei Beschwerden, die mit einer lästigen Erkältung einhergehen, kann Manuka Honig lindernd wirken.

Daher nutzen viele den Manuka Honig schon bei ersten Anzeichen einer Erkältung, indem sie sich dreimal täglich einen halben Teelöffel des Honigs auf der Zunge zergehen lassen. Dies kann nicht nur ein angenehmes Verfahren sein, sondern soll sich auch als äußerst effektiv erweisen.

Schließlich können durch Manuka Honig die eigenen Abwehrkräfte des Körpers und dadurch gleichzeitig das Immunsystem gestärkt werden.

Die Wirksamkeit des Manuka Honigs beruht auf den Anteil des sogenannten Methylglyoxal (MGO), das im Verlauf des Artikels genauer erläutert wird. Darüber hinaus kann Manuka Honig auch zur Förderung der Wundheilung eingesetzt werden.

Denn der Honig weist sowohl eine antibakterielle als auch eine heilende Eigenschaft auf, die besonders Verbrennungen, Schnittwunden sowie Insektenstichen zugute kommt.

Zudem können auch Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Schuppenflechte von der Anwendung profitieren, weil Manuka Honig den Juckreiz lindern und die Haut mit benötigter Feuchtigkeit versorgen kann.

Zuletzt bietet sich die Anwendung von Manuka Honig ebenso bei Magen-Darm-Beschwerden an, die bei vielen Menschen recht häufig aufkommen können. Diese Beschwerden sollen in vielen Fällen auf Entzündungen zurückzuführen sein.

Durch Manuka Honig sollen mögliche Erreger an der weiteren Ausbreitung gehindert und die Darmflora zusätzlich gestärkt werden.

Was unterscheidet Manuka Honig von normalem Honig?

Der Unterschied beruht auf dem zuvor erwähnten Hauptwirkstoff Methylglyoxal, der lediglich in Manuka Honig enthalten ist. Hierbei handelt es sich um ein antibakterielles Abbauprodukt von Zucker.

In diversen Laborversuchen hat sich Methylglyoxal, das in der Regel mit MGO abgekürzt wird, als sehr wirksam und brauchbar im Einsatz gegen Bakterien erwiesen. Man sollte wissen, dass der MGO-Gehalt des Manuka Honigs von seiner Reife abhängig ist.

Je reifer der Honig ist, desto mehr MGO ist in ihm enthalten. Ein besonders reifer Manuka Honig zeichnet sich durch einen Wasseranteil aus, der unter 20 Prozent liegt. Außerdem ist auch die jeweilige Manuka Pflanze für den späteren MGO-Gehalt verantwortlich.

Und die Höhe MGO-Gehalt von Manuka Pflanzen kann sehr individuell ausfallen, was unter anderem auf abiotische Umweltfaktoren zurückzuführen ist, die den MGO-Gehalt der Pflanze sowohl positiv als auch negativ beeinflussen können.

Wie Manuka Honig bis nach Europa gelangte


In Neuseeland wird Manuka Honig aus der Blüte der sogenannten Südseemyrte gewonnen. Die neuseeländischen Ureinwohner, die vielen auch als Māori bekannt sind, bezeichnen die Blüte auch als „Mānuka“.

Im Jahr 1642 gelangten die ersten Europäer, die sich als holländische Entdecker rausstellten nach Neuseeland. Dort wurden die große Flächengebiete der Māori niedergebrannt, damit sie dort dann Ackerland errichten konnten.

Jedoch blieben diese Ackerflächen ungenutzt, worauf sich kurze Zeit später der Manukastrauch erstmalig angesiedelt und ausgebreitet hat. Die Manuka Pflanze ist also äußerst robust und weist keine besonderen Anforderungen an ihre Umgebung auf.

Nach Europa gelangte der Honig aufgrund der Globalisierung, die den Import des Honigs aus Neuseeland begünstigt und auf eine möglichst günstige Weise ermöglicht. Man verwendet Manuka Honig in Europa wegen seiner heilenden Wirkung sowie dem intensiven Geschmack.

Vorsicht – Kinder und Babys sollten keinen Manuka Honig verzehren!

Als Erwachsener ist die Einnahme von Manuka Honig recht unproblematisch, solange man natürlich keine Allergien und Unverträglichkeiten aufweist. Bei Kindern empfiehlt sich jedoch nicht unbedingt die Einnahme von Manuka Honig.

Denn je nach Alter können sich Kindern im Wachstum befindet und die Verdauungsorgane noch nicht vollentwickelt sein. Außerdem ist das Immunsystem von Kindern in der Regel etwas schwächer als das von Erwachsenen.

Im Hinblick auf diese Faktoren sollte man stets vorsichtig und sparsam im Umgang mit Manuka Honig bei Kindern sein. Jugendliche sowie Kinder sollten nur Manuka Honig mit einem leichten oder mittelhohem MGO-Gehalt aufnehmen.

Schließlich kann hoch dosiertes MGO bei Kindern schnell zu unangenehmen Beschwerden des Magens führen. Nicht umsonst ist Methylglyoxal ein anerkanntes Therapeutikum und daher kein Wirkstoff, der unterschätzt werden sollte.

Die Gabe von Manuka Honig bei Kindern empfiehlt sich frühestens ab dem zweiten Lebensjahr, da die Darmflora des Kindes in der Regel stabil genug sein müsste, um gegen gewisse Bakterien problemlos vorzugehen.

Denn man sollte wissen, dass in Honig sehr geringe Mengen des Bakterium „ Clostridium botulinum“ zu finden sein können. Bei Säuglingen könnte dieses Bakterium sehr schnell Verstopfungen verursachen.

Außerdem sollten Babys grundsätzlich jegliche Arten von Honig nicht verzehren, aufgrund der Gefahr einer Allergie, die bei ihnen auftreten könnte. Mindestens bis zum zweiten Lebensjahr sollte man also von der Anwendung von Manuka Honig bei seinem Kind absehen.

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