Tomaten und Gurken sind Fruchtgemüse – botanisch aber nur entfernt miteinander verwandt.

Tomaten gehören zu den Nachtschattengewächsen, Gurken zu den Kürbisgewächsen. Als Fruchtgemüse werden beide bezeichnet, weil die gegessenen Teile aus bestäubten Blüten entstehen. Im deutschen Anbau wachsen sie überwiegend geschützt unter Glas oder Folie. Die Ernte beginnt dort früher als im Freiland und kann bis in den Herbst reichen.
Regional ist nicht automatisch klimafreundlicher
Gewächshäuser schützen vor ungünstiger Witterung und ermöglichen eine kontrollierte Wasser- und Nährstoffversorgung. Nützlinge können einen Teil des Pflanzenschutzes übernehmen. Entscheidend für die Umweltbilanz sind jedoch unter anderem Heizenergie, Strommix, Bewässerung, Ertrag, Verpackung und Transport.
Regionalität allein genügt deshalb nicht als Nachhaltigkeitsbeleg. Das Umweltbundesamt erläutert die Bedeutung der Kombination aus Regionalität und Saisonalität. Besonders sinnvoll ist Ware aus der regionalen Hauptsaison und aus möglichst wenig beheiztem Anbau.

Tomaten auswählen und lagern
Reife Tomaten sind sortentypisch gefärbt, fest bis leicht nachgiebig und frei von Rissen, Druckstellen oder Schimmel. Farbe allein ist kein zuverlässiges Reifezeichen, denn es gibt auch gelbe, grüne, dunkle und gestreifte Sorten.
Tomaten luftig und schattig bei mäßiger Raumtemperatur aufbewahren. Kälte kann Aroma und Textur beeinträchtigen; bereits sehr reife oder angeschnittene Früchte gehören aus Sicherheitsgründen abgedeckt in den Kühlschrank und sollten zeitnah verbraucht werden. Tomaten bilden Ethylen und können empfindliche Nachbarn schneller altern lassen.
Unreife Tomaten können nachreifen, entwickeln dabei aber nicht immer dasselbe Aroma wie an der Pflanze gereifte Früchte. Den grünen Stielansatz sowie deutlich unreife grüne Bereiche großzügig entfernen. Mehr Details bietet Tomate genießen: rot, rund, regional.

Gurken auswählen und lagern
Frische Gurken sind fest, prall und frei von weichen oder schimmeligen Stellen. Die Schale ist essbar und muss bei unbeschädigter Ware nicht entfernt werden; gründliches Waschen unter fließendem Wasser ist wichtig.
Ideal ist ein kühler Platz um etwa 10 bis 13 °C. Fehlt er, können Gurken für einige Tage im weniger kalten Gemüsefach liegen. Sie reagieren empfindlich auf Ethylen und sollten möglichst nicht direkt neben reifen Äpfeln, Birnen oder Tomaten lagern. Angeschnittene Gurken abdecken, kühlen und zeitnah verbrauchen. Hinweise zu Sorten und Verwendung stehen in Salatgurken: heimische Ernte beginnt.
Tomaten und Gurken vor dem Schneiden gründlich waschen. Roh passen sie in Salate, kalte Suppen und Dips; beide lassen sich auch garen. Vorbereitete Speisen nicht längere Zeit ungekühlt stehen lassen. Eine würzige Rezeptvariante bietet der asiatische Gurken-Tomaten-Salat mit Sesam und blanchierten Sprossen.
Redaktionell und fachlich aktualisiert: food-monitor, 11. August 2026
Quelle: Bundesvereinigung der Erzeugerorganisationen Obst und Gemüse (BVEO) / food-monitor
Rezept: Tomaten-Gurken-Kichererbsen-Salat

Zutaten für 4 Portionen
- 500 g reife rote und gelbe Tomaten
- 1 Salatgurke
- 1 Glas oder Dose Kichererbsen (etwa 240 g Abtropfgewicht)
- 1 kleine rote Zwiebel
- 3 EL gehackte Petersilie
- 1 Bio-Zitrone
- 3 EL Olivenöl
- 1 TL mittelscharfer Senf
- Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Zubereitung
- Kichererbsen in ein Sieb geben, gründlich abspülen und gut abtropfen lassen.
- Tomaten und Gurke gründlich waschen. Tomaten in Spalten, Gurke mit Schale in Halbmonde schneiden. Zwiebel schälen und in feine Ringe schneiden.
- Zitrone heiß abwaschen, 1/2 TL Schale abreiben und 2 EL Saft auspressen. Mit Olivenöl und Senf verrühren und würzen.
- Tomaten, Gurke, Kichererbsen, Zwiebel und Petersilie mit dem Dressing vermengen.
- Salat 15 Minuten bei Raumtemperatur durchziehen lassen und anschließend servieren oder bis zum Verzehr kühlen.
Serviervorschlag: Mit Vollkornbrot ergibt der Salat eine leichte Hauptmahlzeit.
Allergenhinweis: Enthält Senf; Vollkornbrot kann glutenhaltiges Getreide enthalten.
Rezept: food-monitor / KI
