Calcium beugt Bluthochdruck in der Schwangerschaft vor

Calciumreiche Heilwässer liefern sehr gut verfügbares Calcium.

Bei Schwangeren tritt häufig Bluthochdruck auf. Dieser kann Komplikationen beim Ungeborenen und der Mutter verursachen, die im schlechtesten Fall sogar zum Tod führen können.

Eine sehr hohe Supplementation von Calcium (1.500 bis 2.000 mg pro Tag) kann das Risiko für Bluthochdruck während der Schwangerschaft vermindern – das war bereits bekannt. Eine Forschergruppe aus Bangladesch konnte nun zeigen, dass auch bei einer adäquaten Calciumzufuhr über die Ernährung das Risiko für Bluthochdruck in der Schwangerschaft deutlich reduziert werden kann. Dafür sollten Schwangere mindestens sechs Monate lang während der Schwangerschaft auf eine ausreichende Calciumzufuhr achten. Ideale Calciumquellen sind calciumreiche Heilwässer ab etwa 250 mg Calcium pro Liter, da sie kalorienfrei Mineralstoffe liefern und zusätzlich die für Schwangere wichtige tägliche Flüssigkeitsmenge erhöhen.

Bluthochdruck in der Schwangerschaft – eine ernste Komplikation

Eine Schwangerschaft geht mit einer Vielzahl körperlicher Veränderungen einher. Dabei kann sich auch das Risiko für verschiedene Erkrankungen erhöhen, die letztlich zu Komplikationen für das Ungeborene und die Mutter führen können. Dazu gehört beispielsweise Präeklampsie, eine Schwangerschaftsvergiftung, die mit Bluthochdruck und Wasser-einlagerungen einhergeht. Etwa 10 Prozent aller Schwangeren leiden unter Bluthochdruck. Weltweit ist zu hoher Blutdruck für 14 Prozent der Todesfälle bei Schwangeren verantwortlich.

Es ist bekannt, dass eine zusätzliche Calciumaufnahme über Supplemente das Risiko für einen schwangerschaftsbedingten Bluthochdruck vermindern kann. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt daher Frauen, die über die Nahrung relativ wenig Calcium bekommen, zusätzlich 1.500 bis 2.000 mg Calcium täglich aufzunehmen. Es gibt aber kaum Daten dazu, ob eine adäquate Calciumzufuhr, die auch allein über die Ernährung erreicht werden kann, ebenfalls geeignet ist, einem Bluthochdruck in der Schwangerschaft vorzubeugen.

Ausreichend Calcium senkt das Risiko für Bluthochdruck

In einer retrospektiven Kohortenstudie untersuchten Wissenschaftler aus Bangladesch, ob eine zusätzliche Gabe von 500 mg Calcium pro Tag mit einem verringerten Risiko für Bluthochdruck bei Schwangeren einhergeht. In Bangladesch ist die Calciumzufuhr über die Ernährung in der Regel eher gering. In der Studie erhielten 11.387 schwangere Frauen täglich 500 mg Calcium jeweils vom Zeitpunkt der ersten Schwangerschaftsvorsorge-untersuchung bis zum Ende der Schwangerschaft. So entstanden drei Gruppen: Frauen, die über mehr als 6 Monate, über 3 bis 6 Monate oder über weniger als 3 Monate täglich Calcium einnahmen. Der Blutdruck wurde jeweils bei der ersten Untersuchung und anschließend monatlich bis zum Ende der Schwangerschaft gemessen.

In allen Gruppen stieg der Blutdruck über den Zeitverlauf an; ein während der Schwangerschaft häufig auftretendes Phänomen. Doch je länger Calcium eingenommen wurde, desto geringer war der Blutdruckanstieg. Bei den Frauen, die während der Schwangerschaft mehr als 6 Monate lang 500 mg Calcium pro Tag supplementierten, stieg der Blutdruck deutlich langsamer an im Vergleich zu denen, die weniger als 6 Monate lang 500 mg Calcium pro Tag aufnahmen. Insgesamt hatten Schwangere mit einer Einnahmedauer von über 6 Monaten ein um 44 Prozent geringeres Risiko (p=0,026) einen Bluthochdruck zu entwickeln, als Frauen, die nur über einen kurzen Zeitraum (weniger als 3 Monate) Calcium einnahmen.

Die Forscher konnten also zeigen, dass bei Schwangeren, die zu wenig Calcium über die Ernährung aufnehmen, die tägliche Einnahme von 500 mg Calcium das Risiko für schwangerschaftsinduzierten Bluthochdruck senken kann. Dieser Effekt war umso größer, je länger die Frauen eine höhere Calciumzufuhr während der Schwangerschaft hatten.

Calciumreiche Heilwässer liefern sehr gut verfügbares Calcium

Die hier vorgestellte Studie bestätigt, dass eine adäquate Calciumzufuhr während der Schwangerschaft das Risiko für Bluthochdruck vermindern kann. Darüber hinaus erfüllt Calcium noch weitere Funktionen, die sowohl für die gesunde Entwicklung des Kindes also auch für die Gesunderhaltung der Mutter entscheidend sind. So ist Calcium beispielsweise Hauptbestandteil des Skelettsystems und ist an der Erregungsweiterleitung zwischen Nerven und Muskeln sowie der Muskelkontraktion beteiligt. Dies betrifft insbesondere die Kontraktion der Herzmuskeln. Zudem ist es als Cofaktor verschiedener enzymatischer Reaktionen für eine Vielzahl von Stoffwechselprozessen essenziell.

Der Calciumbedarf für Erwachsene sowie für Schwangere und Stillende liegt bei 1.000 mg pro Tag. Die Ernährung liefert Calcium über Milch und Milchprodukte, grüne Gemüsesorten wie Brokkoli oder Grünkohl, Nüsse und Saaten, wie etwa Haselnüsse oder Chiasamen. Eine wesentliche Ergänzung mit gut bioverfügbarem Calcium bieten calciumreiche Heilwässer ab etwa 250 mg Calcium pro Liter. Sie eignen sich auch als Calciumquelle für Lactoseintolerante und Veganer. Zudem sind Heilwässer kalorienfrei und liefern gleichzeitig die notwendige Flüssigkeit für den Tag.

Khanam et al., The association between daily 500 mg Calcium supplementation and lower pregnancy-induced hypertension risk in Bangladesh. BMC Pregnancy Childbirth. 2018 Oct 17;18(1):406. doi: 10.1186/s12884-018-2046-0.

Folgender Link führt zur Zusammenfassung des Artikels:
https://bmcpregnancychildbirth.biomedcentral.com/articles/10.1186/s12884-018-2046-0

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