Welternährungstag: Landfrauen appellieren an einen verantwortungsvollen Konsum

Rüben, Bauernmarkt
Foto: skeeze auf Pixabay

Mit bewusstem Einkaufen die Zukunft der Welt sichern.

Die Landfrauen im Bayerischen Bauernverband machen anlässlich des Welternährungstages am 16. Oktober darauf aufmerksam, dass jeder durch sein Konsumverhalten mitbestimmt, in welcher Welt wir künftig leben. Über 800.000 Menschen leiden Hunger und das, obwohl ausreichend Lebensmittel produziert werden. Der Klimawandel verschärft diese Situation zusätzlich, da viele Anbauflächen gerade in ärmeren Ländern verloren gehen. Die Verleihung des Friedensnobelpreises an das UN Welternährungsprogramm lenkt den Blick in besonderer Weise auf dieses Thema.

„Jeder von uns kann Verantwortung für eine lebenswerte Welt von morgen übernehmen, indem wir unseren hochwertigen heimischen Lebensmitteln Wertschätzung entgegenbringen und gezielt Produkte aus der Region und der Saison kaufen“, sagt Landesbäuerin Anneliese Göller. Der Einkauf regionaler Produkte nützt dem Klima, da durch die kurzen Transportwege vom Bauernhof bis in den Handel deutlich weniger klimaschädliches CO2 produziert wird als dies z. B. bei Lebensmitteln der Fall ist, die per Flugzeug importiert werden. Auch der Energieeinsatz zur Lagerung und Kühlung ist bei regionalen Lebensmitteln deutlich geringer. Zudem trägt der Anbau stickstoffbindender Pflanzen und sauerstoffliefernder Getreidesorten zusätzlich zum Klimaschutz bei.

Saisonales Obst und Gemüse punktet auch im Wasserverbrauch: Einige Obst- und Gemüsesorten, wie z. B. die Avocado, sind das ganze Jahr verfügbar, werden aber oft in Regionen angebaut, in denen Wasserknappheit herrscht. Die Pflanzen müssen deshalb aufwendig bewässert werden. Dagegen können viele heimische Obst- und Gemüsesorten nur zu bestimmten Jahreszeiten geerntet werden, der Wasserverbrauch für deren Wachstum hält sich dabei in Grenzen. Das Frühjahr erfreut mit Erdbeeren und Spargel, im Sommer genießt man Kirschen und Blattsalate, der Herbst lockt mit Zwetschgen und Kürbis und der Winter kann mit gesundem Wintergemüse wie Rosenkohl oder Pastinake aufwarten.

Heimisches Obst und Gemüse wird zudem, im Gegensatz zu vielen ausländischen Früchten, reif geerntet und kann so sein Potential an Geschmack und wertvollen Inhaltsstoffen voll entfalten – viele gute Gründe also zu heimischen und saisonalen Produkten zu greifen und im Winter auf „weit gereistes“ Obst- und Gemüse zu verzichten.

Es gibt viele Möglichkeiten regionale Produkte zu kaufen

In den Supermärkten helfen Siegel wie „Geprüfte Qualität Bayern“ oder sog. Regionalfenster. Wochen- und Bauernmärkte liefern gerade jetzt eine Fülle an heimischen und saisonalen Produkten. Bauernmärkte finden Verbraucher in ihrer Nähe auf folgender Website www.BayerischerBauernVerband.de/Bauernmaerkte

Ein besonderes Erlebnis ist sicher auch der Einkauf direkt am Bauernhof. Unter Einkaufen-auf-dem-Bauernhof.com/de > Bauernhoefe finden Verbraucher die Direktvermarkter auch in ihrer Region.

Rund um die Uhr Milch und Milchprodukte von Bauern um die Ecke gibt es auch an sog. Milchverkaufsstellen. Diese sind auf folgender Website zu finden:
www.milcherzeugerverband-bayern.de > milchverkaufstellen

Und wer nach guten, bewährten Rezepten mit heimischen Produkten sucht, wird bei den Landfrauen im Bayerischen Bauernverband auf der Website www.Essen-aus-Bayern.de fündig.

Quelle: BBV

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