Die wichtigsten Küchenkräuter

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Foto: gate74 auf Pixabay

Wer gerne kocht, wird wissen, dass es nichts Aromatischeres gibt, als frische Kräuter zu benutzen. Doch die meisten Kräuter bevorzugen warme Gefilde und brauchen zudem regelmäßige Zuwendung. Wir zeigen Ihnen die wichtigsten Küchenkräuter, die nicht nur Ihre Speisen verfeinern, sondern noch dazu mit nur wenig Aufwand selbst auf der Fensterbank anzubauen sind.

Basilikum

Fast jeder gut sortierte Supermarkt hat mittlerweile eine Kräuterecke, in der hin und wieder ein paar Blumentöpfe mit frisch gezogenem Basilikum stehen. Das in unseren Breitengraden vor allem durch die italienische Küche bekannt gewordene Gewürz wurde bereits im alten Ägypten gezüchtet und in Südindien um rund 1.000 v. Chr. angebaut. Basilikum gehört in jeden Haushalt, schließlich kann man ihn zum Verfeinern der unterschiedlichsten Gerichte benutzen. Ob frisch, getrocknet oder gekocht – das Kraut ist wie geschaffen für die heimische Fensterbank, denn einmal gezogen, liefert es für mehrere Monate neue Blätter.

Dazu müssen Sie jedoch einen sonnigen Standort haben und regelmäßig gießen, was gar nicht so leicht umzusetzen ist, denn Basilikum verlangt viel Wasser. Wenn Sie keine Pestizide auf Ihren frischen Kräutern haben möchten, sollten Sie beim Kauf von Pflanzen auf das BIO-Siegel achten oder die Pflanze mit Basilikumsamen selbst in Bio-Erde züchten.

Petersilie

Wer denkt, die Petersilie stamme aus Europa, hat sich tatsächlich geirrt. Das leckere Küchenkraut, das gefühlt seit jeher in der europäischen Küche genutzt wird, stammt ursprünglich aus Nordafrika und Jordanien. Dort wurde die Pflanze das erste Mal dokumentiert. Dennoch findet sich bei uns eine lange Tradition für das schmackhafte Gewürz, das besonders gut zu Kartoffeln und deftigen Speisen passt. Die Petersilie mag es ebenfalls gerne sonnig, aber auch feucht. Wie bei den meisten Küchenkräutern muss man auch hier besonders auf Staunässe achten, die die zarten Blätter schnell gelb färben lassen.

Die Petersilie finden Sie als glatte und krause Variante. Letztere hat meist ein stärkeres Aroma. Das Kraut hat einen sehr hohen Anteil Vitamin C. Schwangere sollten auf große Mengen davon allerdings verzichten, denn Petersilie wurde früher auch für Abtreibungen genutzt.

Pfefferminze

Es ist vielleicht nicht das Kraut, das alle Gerichte verbessert, dafür ist es jedoch wesentlich pflegeleichter als Basilikum: die Pfefferminze. Mittlerweile finden sich unzählige Arten von Minze, die Sie auf Ihrer Fensterbank anbauen können. Eine davon ist die Pfefferminze. Sie schmeckt besonders gut als Komponente von Desserts. Da sie einen starken Eigengeschmack hat, der so manch anderes Gewürz schnell überdeckt, sollte sie jedoch eher sparsam eingesetzt werden.

Das Schöne an Pfefferminze ist jedoch, dass sie auch als frisch zubereiteter Tee täglich genossen werden kann. Wenn Sie an einem trüben Tag Zuhause sitzen und in Ihrem Lieblingscasino bis zu 50 Freispiele auskosten, sollten Sie sich dazu einen frischen Minztee gönnen. Der belebt die müden Knochen und sorgt für gute Laune, selbst wenn Sie beim Spielen kein Glück haben. Zusammen mit Ingwer und Zitrone ist der Minztee ein echtes Vier-Jahreszeiten-Getränk geworden.

Dill

Wenn wir die Petersilie erwähnen, darf natürlich auch Dill in unserer Aufzählung nicht fehlen. Denn das aromatische Kraut aus der Familie der Doldenblütler wird oft in Gewürzmischungen zusammen mit Petersilie angeboten. Dill muss an einem sonnigen Platz stehen und der Boden muss stets feucht gehalten werden. Die sehr zarten Blätter des Dills können schnell umkippen oder gar knicken. Man sollte daher versuchen, nicht von oben zu gießen, sondern direkt auf die Erde.

Wenn der Dill anfängt, Blüten zu bilden, ist er übrigens immer noch nutzbar. Wer jedoch hofft, dass es bei einer kleinen, kräftigen Pflanze im Topf bleibt, wie sie vielleicht noch im Supermarkt zu kaufen ist, wird vermutlich enttäuscht. In der Natur wächst Dill sehr schnell und beginnt zügig zu blühen, wenn eine gewisse Höhe erreicht wurde. Die Blüten sind sehr scharf und können ebenfalls geerntet werden.

Besonders dekorativ ist der sperrige Dill auf der Fensterbank ab einer gewissen Größe allerdings nicht mehr. Dann sollte er, wenn möglich, im Freien ausgepflanzt werden. Wer die Blüten jedoch stehen lässt, bekommt die Samen für die nächste Ernte.

Schnittlauch

Schnittlauch eignet sich besonders gut für frische Quarkspeisen, aber auch für jegliche Verfeinerung von Saucen. Das feine Laucharoma ist in der europäischen Küche sehr beliebt. Die Pflanze ist sehr einfach anzubauen. Gerade im Winter kann der Schnittlauch gut vorgezogen und im Frühjahr ausgepflanzt werden. Schnittlauch wächst mehrjährig. Es braucht einen sonnigen Standort und einen feuchten Boden, verträgt allerdings auch schon mal ein paar Tage Trockenheit, ohne sofort einzugehen.

Wenn das Kraut beginnt, Blüten anzulegen, schneiden Sie sie nicht ab. Denn die lilafarbenenen Blüten sehen nicht nur hübsch aus, sondern können nach der Blüte auch als neue Früchte geerntet werden. Schneiden Sie dazu die Köpfe ab und legen Sie sie für ein paar Tage in die Gefriertruhe. Im Frühjahr können Sie die Samen dann aussähen und es geht von vorne los.

Koriander

Dieses Kraut ist sicherlich nicht für jeden Geschmack geeignet. Manche Menschen mögen es gar nicht, andere sind sogar allergisch dagegen. Koriander eignet sich vor allem in der asiatischen Küche. Hier verfeinert er sehr viele Speisen. Die dicken Koriandersamen sind leicht selbst anzupflanzen, da es das Kraut nur selten im Topf zu kaufen gibt. Dabei ist es recht pflegeleicht. Wenn der Koriander erst eine gewisse Größe erreicht hat, braucht er nicht allzu viel Feuchtigkeit. Er gedeiht am besten im Halbschatten, wenn man die Blätter ernten möchte. Für die Samen braucht es hingegen einen sonnigen Standort.

Kresse

Dieses Kraut, das man sehr gut zu einer Brotzeit essen kann und das Suppen und deftige Gerichte verfeinert, lässt sich wunderbar selbst anbauen, denn dazu braucht man noch nicht einmal Blumenerde. Kresse wächst auf nasser Watte oder auf einem Stück Küchenpapier. Dazu streut man den Samen auf den nassen Untergrund und binnen Tagen kann man die feinen Kressepflanzen abschneiden und verwenden.

Kresse gehört zu den sogenannten Microgreens, dem neuen Superfood. Im Grunde sind diese Keimlinge, die besonders viele Vitamine und Mineralstoffe besitzen, die Vorstufe der erwachsenen Pflanzen. Gegessen werden sie immer erst, wenn die ersten Blätter austreiben. Dann haben sie ihre ganze Kraft und das volle Aroma erreicht. Neben der Kresse können so zum Beispiel auch Bohnen oder Kichererbsen als Keimlinge gezüchtet werden. Besonders für Menschen, die keinen Garten haben und zügig frisches Grün ernten wollen, ist diese Variante sehr zu empfehlen.

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