Obsternte und Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte 2020

Zu Beginn der Corona-Krise im Frühjahr 2020 gab es große Sorgen, ein Mangel an Saisonarbeitskräften könne zu massiven Ernteausfällen bei Obst und Gemüse führen. Sieht man sich die Obsterntemengen 2020 an, haben sich diese Befürchtungen nicht bestätigt.

Im Gegenteil: 2020 wurde in Deutschland etwa 5 Prozent mehr Obst geerntet als im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. Bei Äpfeln gab es mit knapp 9 Prozent ein besonders großes Plus zu verzeichnen. Die Erdbeerernte fiel gegenüber diesem Vergleichszeitraum um gut 13 Prozent geringer aus, aber immer noch deutlich besser als 2019. Bei Kirschen war es genau umgekehrt. Trotz eines deutlichen Rückgangs gegenüber 2019, lag das Ernteergebnis über dem 10-Jahres-Durchschnitt.

Wie haben sich die Erzeugerpreise für landwirtschaftliche Produkte 2020 entwickelt?

In der Wahrnehmung vieler Menschen sind die Lebensmittelpreise während des Coronajahrs 2020 deutlich gestiegen. Tatsächlich lagen die Verbraucherpreise für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke um 2,3 Prozent höher als 2019.

In den Erzeugerpreisen für landwirtschaftliche Produkte spiegelt sich das jedoch nicht wieder. Sie sanken im selben Zeitraum um 3,3 Prozent. Besonders hart traf es die Kartoffelanbaubetriebe, die einen Preisrückgang von über 40 Prozent hinnehmen mussten. Erfreulich war die Preisentwicklung hingegen aus Sicht der Erdbeererzeugerinnen und -erzeuger, die 2020 für ihre Ware gut 39 Prozent mehr erhielten als noch 2019.

Vor allem aber zeigen diese Werte, wie groß die Preisschwankungen sind, mit denen Landwirtinnen und Landwirte von Jahr zu Jahr kalkulieren müssen.

Quelle: BLE

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