FSGG: Regionalität und Nachhaltigkeit auch beim Festtagsbraten

(hob) Die Lebensmittelverknappung macht sich durch drastisch gestiegene Preise im Einkauf bemerkbar. Diese Preissteigerungen machen sich in diesem Jahr auch bei den Martins- und Weihnachtsgänsen bemerkbar. Hier liegen die Einkaufskosten rund 25 Prozent über dem Vorjahresniveau. Trotz dieser Entwicklung setzt die FSGG weiterhin auf Tierwohl und bezieht die Ware nur aus deutscher Freilandhaltung.

Heizen, Autofahren und Einkaufen werden immer teurer. Der Preisschock sitzt tief. Die Inflationsrate schnellt in die Höhe. „Nudeln und Rapsöl sind plötzlich Luxusgüter und rund 70 Prozent teurer als noch vor ein paar Wochen“, rechnet Roger Achterath vor. Dies sei vor allem durch die schlechten Ernten bedingt, bringt es der FSGG-Küchendirektor auf den Punkt. „Leider mussten wir auch bei den Gänsen einen herben Preisanstieg hinnehmen. In diesem Jahr werden sie rund ein Viertel teurer als noch 2020. Als Grund für die extreme Verteuerung nennen die Gänsezüchter vor allem die Vogelgrippe im Frühjahr, in deren Verlauf viele Bestände gekeult werden mussten. Eine Verknappung zeichnete sich also frühzeitig ab.“

In diesem Jahr bestellt die FSGG etwa 500 Gänse für das bevorstehende Martins- und Weihnachtsgeschäft. Die Tiere stammen ausschließlich aus Freilandhaltung in Deutschland. Als biozertifizierter Betrieb ist die Fank Schwarz Gastro Group dem Tierwohl verpflichtet. „Wir verarbeiten als führendes Cateringunternehmen an Rhein und Ruhr ausschließlich das Fleisch von Gänsen aus fairer Freilandhaltung“, so Achterath weiter. „Leider bekommen wir in diesem Jahr nicht alle Gänse aus der Region, sodass wir auch auf einen Zuchtbetrieb aus Oldenburg zurückgreifen müssen. Wichtig für uns ist dabei die nachhaltige Aufzucht. Die Tiere haben genügend Auslauf auf Wiesen, werden tiergerecht ernährt und finden auf dem Gelände auch Wasserstellen.“

Keine Alternative für die FSGG sind Gänse aus konventioneller Zucht oder aus nichtdeutschen Ländern. „Dort werden die Tiere massenweise auf kleinstem Raum gemästet. Bei diesen Qualaufzuchten steht der Profit vor dem Tierwohl“, kritisiert der Sternekoch die Haltungsbedingungen. Innerhalb kürzester Zeit werden die Gänse durch hochkalorisches Mastfutter und künstliches Licht zur Schlachtreife gebracht. „Hier wird ganz klar gegen den Tierschutz verstoßen. Aber nicht mit uns. Auf Angebote dieser Art verzichten wir konsequent.“

Natürlich würde die FSGG am liebsten auf Bio-Gänse zurückgreifen. „Es gibt derzeit keine Angebote für größere Abnahmemengen“, zeigt sich Roger Achterath enttäuscht. „Um Bio-Ware in unserem Betrieb anbieten zu können, muss sie auch verfügbar und vor allem bezahlbar sein. Unsere Gänse aus Freilandhaltung und der Nachhaltigkeitsstufe 4 sind schon dreimal so teuer als ihre konventionellen Artgenossen. Aus diesem Grund legen wir derzeit mehr Wert auf Regionalität.“

www.fsgg.de

Küchendirektor Roger Achterath mag die Gans am liebsten klassisch. © Holger Bernert
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