Saftkur: Fasten mit Säften – was es wirklich bringt

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Das Saftfasten gehört zu den angesagtesten Ernährungstrends der letzten Jahre. Tatsächlich hört es sich vielversprechend an: mit mehr Energie durch den Tag, morgens erholter aus dem Bett steigen, sich insgesamt fitter fühlen.

Saftfasten
Foto: Polina Tankilevitch von Pexels

Das sogenannte „Juice Cleansing“ funktioniert mit kaltgepressten Drinks, die speziell für Saftkuren entwickelt wurden, ebenso wie mit selbst hergestellten Säften. Die kleinen Vitaminbomben sollen in drei, fünf oder sieben Tagen in der Lage sein, Schadstoffe aus dem Körper zu spülen und den Darm zu reinigen.

Wir haben uns genauer mit dem Trend beschäftigt und beantworten hier alle Fragen zum Thema Saftkur: Was genau verbirgt sich dahinter, welche Vorteile sind damit verbunden, wo hat die Saftkur ihre Grenzen und welche Säfte eignen sich am besten? Hier erhalten Sie alle Informationen, die Sie benötigen, bevor Sie selbst mit einer Saftkur starten.

Was ist eine Saftkur?

Bei einer Saftkur geht es darum, in einem festgelegten Zeitraum komplett auf feste Nahrung zu verzichten. Der Körper wird stattdessen nur mit kaltgepressten Säften aus Gemüse und Obst mit Nährstoffen, Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen versorgt. Des Weiteren können Sie auf Wasser und ungesüßten Tee zurückgreifen, wenn Sie Durst haben.

Jeden Tag stehen vier bis sechs Säfte auf dem Speiseplan. Die Dauer einer Saftkur ist relativ variabel. Manche Menschen steigen mit einem Tag ein, andere ziehen die Kur eine ganze Woche lang durch. Wie häufig im Jahr eine Saftkur durchgeführt werden soll, wird in Fachkreisen sehr kontrovers diskutiert. Viele Menschen, die von den Vorteilen der Saftkur überzeugt sind, fasten viermal jährlich mit Saft. Das Ziel besteht darin, den Körper zu entlasten, seine Energie zu steigern und die Gesundheit zu verbessern.

Wozu dient eine Saftkur?

Oft wird eine Saftkur durchgeführt, um Schlacken – also unerwünschte Schadstoffe – aus dem Körper zu spülen. Dies ist aber eher ein Mythos, der sich zwar hartnäckig hält, aber wissenschaftlich nicht belegbar ist. Eine gezielte Entgiftung des Körpers durch eine Saftkur ist nicht möglich. Der Organismus hat bereits ein hocheffizientes Entgiftungssystem, welches aus der Leber und den Nieren besteht. Sie filtern das Blut und sorgen dafür, dass nicht gewollte Giftstoffe ausgeschieden werden. Der Darm wiederum kümmert sich um die Aufnahme der wichtigsten Nährstoffe.

Trotzdem ist eine Saftkur in vielen Fällen mit zahlreichen positiven Effekten auf den Körper und den Geist verbunden. Denn: Eine schlechte Ernährung im Alltag kann zu Müdigkeit, depressiven Verstimmungen, Antriebslosigkeit und Verdauungsbeschwerden führen. Mit einer Saftkur können Sie hier bewusst gegensteuern: Kaltgepresste, hochwertige Säfte sind einfach verdaulich und stecken voller lebenswichtiger Vitamine und Mineralstoffe, die in der alltäglichen Ernährung oft zu kurz kommen. Während der Kur verzichten Sie auf fett- und zuckerreiche Mahlzeiten und sorgen so dafür, Ihr Verdauungssystem einige Tage lang zu entlasten.

Vorteile und Nutzen einer Saftkur

Laut livefresh.de ist eine Saftkur für Sie mit vielen Pluspunkten verbunden – wie etwa:

  • Sie können den Teufelskreis durchbrechen und schlechte Essgewohnheiten ablegen
  • Sie haben die Möglichkeit, Ihren Körper „neu zu starten“ und nach der Kur wieder mehr auf eine gesündere Ernährung zu achten
  • Sie bekommen ein besseres Feeling für Ihr Hunger- und Sättigungsgefühl
  • Sie entlasten Ihren Magen, Darm und den gesamten Körper

Eine Saftkur ist insgesamt eine gute Chance, um mit einer langfristigen Ernährungsumstellung zu beginnen. Sie hilft Ihnen dabei, von Ihren schlechten Essgewohnheiten erst einmal einige Tage loszukommen. Danach haben Sie die Weichen schon gestellt und es wird Ihnen leichter fallen, dauerhaft gesünder zu essen.

Schnell abnehmen durch eine Saftkur? Lieber nicht

Wofür sich eine Saftkur hingegen nicht eignet, ist eine möglichst schnelle Gewichtsabnahme. Sicher werden Sie in den ersten Tagen Körpergewicht verlieren, aber sobald Sie wieder feste Nahrung aufnehmen, werden die Kilos zurückkommen. Das liegt einfach daran, dass Sie durch die Saftkur überwiegend Wasser loswerden. Ein wichtiger Punkt, um erfolgreich Gewicht zu verlieren, besteht laut der ÄrzteZeitung vor allem darin, langfristige Veränderungen anzustreben. Eine Saftkur eignet sich jedoch nicht für die dauerhafte Ernährung. Allerdings kann Sie durchaus der Startschuss für eine langfristige Ernährungsumstellung sein. Dabei helfen Ihnen sicher auch unsere 10 Tipps für eine gesunde Ernährung.

Säfte für Saftkuren – worauf Sie achten sollten

Wichtig ist in erster Linie, dass Sie für Ihre Saftkur ausschließlich Gemüse- und Fruchtsaft in hoher Qualität auswählen. Im Supermarkt werden Sie eher selten fündig, da die meisten Säfte hier Zusätze wie Zucker enthalten. Besser ist es, online nach einer komplett zusammengestellten Saftkur Ausschau zu halten. Dann bekommen Sie nicht nur viele verschiedene Geschmacksrichtungen, sondern vor allem optimal aufeinander abgestimmte, kaltgepresste Säfte, mit denen Sie Ihren Vitamin- und Mineralstoffbedarf gut decken.

Falls Sie die Säfte für Ihre Saftkur selber machen möchten, sollten Sie sich vorab gut informieren. Verwenden Sie eine Saftpresse und greifen Sie am besten auf Obst und Gemüse in Bioqualität zurück. Informieren Sie sich vorab, welche Lebensmittel für eine erfolgreiche Saftkur besonders gut geeignet sind und wie Sie diese am besten kombinieren sollten. Wichtig: Ihre frisch gepressten Säfte sollten nicht erhitzt werden, denn dabei werden wertvolle Nährstoffe zerstört.

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