Erbsensuppe im Geschmackstest: Viel Mittelmaß aus der Dose

Der Suppenverzehr unterliegt starken saisonalen Schwankungen und die kalte Jahreszeit ist die Zeit für Eintöpfe und Suppen – so auch für Erbsensuppe.

Erbsensuppe
Foto: RitaE, pixabay

Nahezu 40 Prozent der industriellen Jahresproduktion werden in den Monaten Dezember bis März verzehrt; die meisten übrigens samstags (80 Prozent). Eintöpfe und Suppen selbst zuzubereiten kann aufwändig und zeitintensiv sein. Wenn es mal schnell gehen soll, dann ist der Griff zur Convenience-Ware, sprich zur Dosensuppe eine Überlegung wert. Die Erbsensuppe nimmt Rang drei ein in der Verbrauchergunst unter den „nassen“ Suppen in Dosen, hinter Gulasch- und Bihunsuppe, so das Deutsche Suppeninstitut.

Wie es um die geschmackliche Qualität von Erbsensuppe aus der Dose bestellt ist, wollte der Rundfunksender WDR 5 wissen und lud drei erfahrene Juroren – allesamt ausgesprochene Genussexperten – zum Test nach Köln ein. Zu verkosten gab es neun Erbsensuppen, gekauft in Supermärkten und bei Discountern. Zwei Bio-Suppen waren dabei, eine davon vegetarisch, das heißt ohne die übliche Fleischeinlage wie Würstchen oder geräucherter Speck. In das sensorische Gesamturteil gingen der Geschmack zu 50 Prozent sowie Aussehen, Geruch und Konsistenz zusammen mit 50 Prozent ein. Weder die Auswahl noch die Bewertung der Produkte erhebt den Anspruch streng wissenschaftlicher Kriterien, geben aber doch gewisse Hinweise.

Richtige Begeisterung konnten die probierten Suppen bei dem Panel nicht auslösen: Keines der Produkte reichte über ein „befriedigend“ hinaus, insgesamt fünfmal wurde dieses Urteil vergeben; viermal vergab die Testrunde nur ein „ausreichend.“ Allerdings kamen die Tester durchaus zu differenzierten Beurteilungen innerhalb dieser „Schulnoten“.

Den ersten Platz konnte erstaunlicherweise das preiswerteste Produkt im Test für sich verbuchen. Diese Erbsensuppe fand die Probierrunde „insgesamt recht lecker“. Angenehm fand die Dreierrunde die Konsistenz mit einer Balance zwischen „Sämigkeit und Biss“, sowie die „ausgewogene Würzung“. Auf Platz zwei in dieser Kostprobe kam ein Bio-Eintopf, knapp dahinter auf Platz drei platzierte sich der vegetarische Öko-Erbseneintopf.

Die rote Laterne bekam ein preiswertes Produkt eines Markenherstellers. Hier wurde der schwache Geruch, die zu weiche und breiige Konsistenz und der sehr flache Geschmack der Erbsensuppe bemängelt. Wie bei diesem Produkt die Zutatenliste ausweist, sind gerade mal magere 18 Prozent Erbsen enthalten, der geringste Erbsenanteil von allen Suppen im Test.

Weitere Informationen zum Test

Quelle: Rüdiger Lobitz, www.bzfe.de

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