Was ist Thaibasilikum?

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Thaibasilikum ist kein einzelnes Kraut, sondern ein Sammelbegriff für mehrere Basilikumtypen der südostasiatischen Küche.

Basilikum
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Eine Übersicht über Genoveser Basilikum, rotblättrige Formen, Pflege und Aufbewahrung bietet die Warenkunde „Basilikum: Sorten, Verwendung und Aufbewahrung“.

Horapha, Kraphao und Zitronenbasilikum

Bai Horapha wird auch Thai-Süßbasilikum genannt. Es gehört zum Küchenbasilikum (Ocimum basilicum) und schmeckt deutlich nach Anis und Lakritz. Seine Blätter passen besonders gut zu Currys, Suppen und Nudelgerichten. Die botanische Zuordnung zu Ocimum basilicum und die Verwendung in grünem Thai-Curry beschreibt auch Plants of the World Online der Royal Botanic Gardens, Kew.

Bai Kraphao ist Heiliges Basilikum beziehungsweise Tulsi (Ocimum tenuiflorum). Es schmeckt pfeffrig, leicht scharf und erinnert an Nelken. Kraphao wird typischerweise kurz mitgegart, etwa in Wokgerichten. Horapha und Tulsi sind deshalb nicht dasselbe. Kew führt Ocimum tenuiflorum als eigenständige Art und als wichtiges Würzkraut der thailändischen Küche.

Bai Maenglak wird als Zitronenbasilikum gehandelt und besitzt ein frisches, zitroniges Aroma. Da Handelsnamen und botanische Bezeichnungen nicht immer einheitlich verwendet werden, ist beim Einkauf die Sortenbezeichnung auf dem Etikett hilfreicher als die Sammelbezeichnung „Thaibasilikum“.

Einkauf und Verwendung

Die Blätter sollten kräftig gefärbt und frei von welken oder dunklen Stellen sein. Horapha gibt man warmen Speisen am besten erst am Ende der Garzeit zu. Kraphao verträgt kurzes Mitbraten. Wer Kräuter gezielt kombinieren möchte, findet weitere Hinweise im Beitrag Kleines Einmaleins der Küchenkräuter.

Frische Kräuter können mit Krankheitserregern belastet sein. Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt, sie vor der Zubereitung unter fließendem Wasser sorgfältig zu waschen. Danach trocken tupfen und geschnittene Kräuter zügig verwenden oder gekühlt aufbewahren.

So hält Thaibasilikum länger im Topf

Topfbasilikum steht warm und hell, aber nicht in praller Mittagssonne. Gleichmäßig gießen und Staunässe vermeiden. Eng stehende Pflanzen aus dem Verkaufstopf lassen sich vorsichtig teilen und in größere Töpfe setzen. Bei der Ernte ganze Triebspitzen oberhalb eines Blattpaares abschneiden; das fördert die Verzweigung. Weitere Saison- und Frischetipps bietet die Kleine Kräuterkunde: Frischetipps zur Saison.

Redaktionell und fachlich aktualisiert: food-monitor, 11. August 2026

Quelle: Verbraucherzentrale Bayern, www.verbraucherzentrale-bayern.de / food-monitor



Rezept: Tofu-Curry mit Thai-Basilikum

Rotes Kokos-Curry mit Tofu, Paprika, Zucchini, Jasminreis und frischem Thai-Basilikum
Foto: food-monitor / KI

Zutaten für 4 Portionen

  • 250 g Jasminreis
  • 500 ml Wasser
  • 400 g Naturtofu
  • 1 rote Paprikaschote
  • 1 mittelgroße Zucchini
  • 2 EL rote Currypaste, nach Wunsch vegan
  • 1 EL Rapsöl
  • 400 ml Kokosmilch
  • 200 ml Gemüsebrühe
  • 2 EL Sojasoße
  • 30 g frisches Bai Horapha (Thai-Süßbasilikum)

Zubereitung

  1. Jasminreis in einem Sieb waschen, bis das Wasser weitgehend klar bleibt. Mit 500 ml Wasser aufkochen und zugedeckt bei niedriger Hitze 12 Minuten garen. Vom Herd nehmen und weitere 10 Minuten zugedeckt quellen lassen.
  2. Tofu mit Küchenpapier trocken drücken und in etwa 2 cm große Würfel schneiden. Paprika und Zucchini unter fließendem Wasser waschen. Paprika entkernen und in Stücke schneiden, Zucchini längs halbieren und in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden.
  3. Rapsöl in einer großen Pfanne oder einem Wok erhitzen. Tofuwürfel darin bei mittlerer bis hoher Hitze 6 bis 8 Minuten rundherum goldbraun braten und herausnehmen.
  4. Paprika und Zucchini in derselben Pfanne 4 Minuten anbraten. Currypaste zufügen und 1 Minute unter Rühren mitbraten.
  5. Kokosmilch und Gemüsebrühe angießen, aufkochen und 8 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Tofu und Sojasoße zugeben und alles weitere 2 Minuten vollständig erhitzen.
  6. Thai-Basilikum unter fließendem Wasser sorgfältig waschen und trocken tupfen. Die Blätter von den Stielen zupfen. Die Pfanne vom Herd nehmen und die Basilikumblätter unter das heiße Curry heben.

Serviervorschlag: Das Curry sofort mit dem Jasminreis anrichten.

Allergenhinweis: Tofu und Sojasoße enthalten Soja. Herkömmliche Sojasoße kann glutenhaltiges Getreide enthalten; Gemüsebrühe kann Sellerie enthalten. Currypaste kann je nach Produkt Fisch oder Krebstiere enthalten. Zutatenlisten prüfen und für eine vegane Variante eine entsprechend gekennzeichnete Currypaste verwenden.

Aufbewahrung: Reste rasch abkühlen lassen, abgedeckt bei höchstens 7 °C lagern, am nächsten Tag verbrauchen und vor dem Essen vollständig durcherhitzen.

Rezept: food-monitor / KI