Aroma, Geschmack, Farbe: So erkennen Sie einen guten Rotwein

Ein guter Rotwein gilt als perfekte Ergänzung zu vielen Gerichten. Leider gibt es aber noch immer Menschen, die den Unterschied zwischen einem guten und einem schlechten Rotwein nicht erkennen können.

Wein, Rotwein
Foto: Kelsey Knight on Unsplash

Die Folgen dieses Wissensmangels reichen von ärgerlichen Fehlkäufen bis zu einer Blamage vor eingeladenen Gästen. Beides muss nicht sein, denn es gibt ein paar einfache Merkmale, an denen sich guter Rotwein erkennen lässt.

Die Nase als Testinstrument

Zunächst einmal sollte ein guter Rotwein eine reiche, komplexe Aromatik aufweisen. Achten Sie darauf, ob Sie fruchtige Aromen wahrnehmen oder Gewürze wie Pfeffer oder Nelken. Vielleicht entdecken Sie sogar ein wenig Vanillearoma im Wein? Grundsätzlich gilt: je stärker das Aroma, desto besser der Wein. Das Aroma eines Weins hängt dabei von mehreren Faktoren ab. Neben der Rebsorte sind das vor allem die klimatischen Bedingungen am Herkunftsort, die Bodenbeschaffenheit im Weinberg sowie der Zeitpunkt der Lese und nicht zuletzt auch die Lagerung.

Die meisten Aromen können Sie durch einfaches Riechen mit der Nase wahrnehmen, sofern Sie die Möglichkeit zur persönlichen Weinprobe haben. Doch selbst, wenn das nicht der Fall sein sollte und Sie lieber online exzellenten Rotwein kaufen möchten, finden Sie bei guten und erfahrenen Anbietern meist einige Hinweise zum jeweiligen Aroma in den Produktbeschreibungen. Zudem führen professionelle Weinhändler regelmäßig besondere Weinabende und Verkostungen durch, auf denen Sie das Aroma und den Geschmack des Weines selbst testen können.

Fruchtig oder würzig – das ist hier die Frage …

Apropos Geschmack: Ein guter Rotwein zeichnet sich auch dadurch aus, dass er nicht nur süß oder sauer schmeckt, sondern eine angenehme Fruchtigkeit bzw. Würze aufweist. Idealerweise verändert sich der Geschmack des Weins beim Kauen im Mund: Je mehr verschiedene Aromen Sie dabei herausschmecken, desto besser ist der Wein. Wenn Sie den Wein lange genug im Mund behalten, sollten Sie zudem am Gaumen eine leichte Struktur spüren. Diese Struktur kann etwas rau sein, aber auch weich und cremig – je nachdem, welche Trauben für den Wein verwendet wurden. Wichtig ist nur, dass der Wein nicht zu adstringierend ist, also nicht zu sehr an den Zähnen „klebt“. Ein guter Rotwein sollte sich stattdessen am Gaumen leicht und elegant anfühlen.

Die Sache mit den Tanninen

Neben dem Aroma und dem Geschmack sollte ein empfehlenswerter Rotwein auch gut abgestimmt sein. Das bedeutet, dass er nicht zu alkoholisch schmecken darf und nicht zu tanninhaltig sein sollte. Tannine sind Gerbstoffe, die dem Wein Struktur und Volumen verleihen – allerdings darf es hier nicht zu viel des Guten sein, sonst wird der Wein bitter und unangenehm im Abgang. Ein guter Rotwein ist vielmehr gut ausbalanciert und harmonisch im Geschmack. Überdies zeigen sich empfehlenswerte Weine in einem klaren Dunkelrot; die Farbe sollte also möglichst intensiv sein. Ist der Wein hingegen blass, sollten Sie sich besser für eine andere Sorte entscheiden.

Fazit: Einen guten Rotwein zu erkennen, ist nicht schwer

Es gibt eine Reihe von Faktoren, die einen guten Rotwein ausmachen. Neben der Herkunft des Weins, der Rebsorte sowie dem Alter und der Art der Lagerung sind das vor allem ein vollmundiges Aroma, ein angenehm fruchtiger bzw. würziger Geschmack und eine kräftige Farbe. Wenn Sie bei einer Vor-Ort-Verkostung oder im Rahmen der Bestellung von Probeflaschen auf die genannten Eigenschaften achten, werden Sie gewiss einen Tropfen erwerben, der Ihnen selbst genauso viel Freude machen wird, wie Ihren Gästen.

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