Rapsöl: Pures Gold für das Herz

Ernährungstipp der Schweizerischen Herzstiftung

Kaum ein Organ reagiert langfristig so stark auf das, was wir essen, wie das Herz und die Gefässe. Der Tipp der Schweizerischen Herzstiftung für eine herzgesunde Ernährung ist leicht zu verwirklichen und hoch wirksam: Rapsöl in die Küche holen.

Jahrelang galt Olivenöl als eines der wichtigsten kulinarischen Markenzeichen eines gesunden Lebensstils. Weniger bekannt hingegen ist, dass dem Alleskönner mit dem ausgeprägten Geschmack nach Oliven und dem Duft eines mediterranen Lebensgefühls ein mindestens ebenbürtiger einheimischer Partner zur Seite steht: Rapsöl. Rapsöl enthält viele ungesättigte Fettsäuren und auch Vitamine, zum Beispiel Vitamin E. Zu purem Gold für das Herz und die Gefässe wird es aber besonders wegen seines hohen Gehalts an wertvoller Alpha-Linolensäure. Diese dreifach ungesättigte Fettsäure aus der Reihe der Omega-3-Fettsäuren ist eine Vorstufe der Fischöle, deren vorbeugende Wirkung für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bekannt ist. Der Mensch ist nicht in der Lage, sie selber in genügender Menge zu produzieren. Deshalb ist die Aufnahme mit der Nahrung entscheidend. So zeigte sich in einer der wichtigsten Ernährungsstudien, der «Lyon Herzstudie» aus den 1990er-Jahren, dass Herzinfarktpatienten erheblich seltener einen zweiten Infarkt erlitten, wenn sie Rapsöl und Olivenöl einsetzten, und wenn auf ihrem Teller hauptsächlich Gemüse, Obst, Fisch und nur wenig rotes Fleisch lagen.

Als Paar unschlagbar

Wie diese Schutzwirkung zustande kommt, ist noch nicht abschliessend geklärt. «Man vermutet, dass die Omega-3-Fettsäuren gefährlichen entzündlichen Vorgängen in den Gefässen und der Entstehung von Blutgerinnseln vorbeugen», sagt Prof. Peter E. Ballmer, Chefarzt der Medizinischen Klinik am Kantonsspital Winterthur und Mitglied der Kommission «Aufklärung und Prävention» der Schweizerischen Herzstiftung. Belegt ist, dass Rapsöl und Olivenöl als Fettquellen in einer gesunden Küche unschlagbar sind. Dies, weil dann die Stärke beider Öle zum Tragen kommt und sie einander ergänzen: Rapsöl – vom Geschmack her neutral – ist ideal für die kalte Küche und darf nicht stark erhitzt werden, weil sonst die wertvolle Alpha-Linolensäure oxidiert und zerstört wird. Olivenöl hingegen hat ein ausgeprägteres Aroma, ist hitzebeständiger und eignet sich deshalb auch für die warme Küche.

Welches Öl wozu?

Wann die verschiedenen Öle einzusetzen sind, ist einfach zu lernen:

Kalte Küche und sanftes Andämpfen: Rapsöl (ein bis zwei Esslöffel Rapsöl decken praktisch die vom Bundesamt für Gesundheit BAG empfohlene Tagesdosis an Alpha-Linolensäure) und Olivenöl.

Warme bzw. heisse Küche: Olivenöl.

Frittieren und starkes Erhitzen: So genannte High Oleic Öle.

Gute Omega-3-Lieferanten sind weiter Nüsse, grüne Gemüse und auch Alpkäse, der direkt auf einer über 1200 Meter hoch gelegenen Alp aus der Milch der dort gesömmerten Kühe produziert wurde. Bei Sonnenblumenöl dagegen ist Zurückhaltung angesagt, weil dessen Zusammensetzung die Blutgerinnung und die Gefässgesundheit eher ungünstig beeinflusst.

Quelle: Schweizierische Herzstiftung: www.swissheart.ch

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