Ist es sinnvoll, Leitungswasser zu testen?

Was gibt es zu beachten?

Obwohl in das Leitungswasser in Deutschland strengen Kontrollen unterliegt und, im Vergleich zu anderen Ländern, eine hohe Qualität vorweist, kann es trotzdem zu Verunreinigungen kommen. Daher ist es sinnvoll, das Wasser aus dem heimischen Hahn testen zu lassen. Wie genau das funktioniert, zwischen welchen Verfahren man wählen kann und weitere Tipps wurde in diesem Artikel für Sie zusammengefasst.

Leitungswasser
Foto: Jonas KIM auf Pixabay

Leitungswasser in Deutschland

In Deutschland herrscht eine Trinkwasserverordnung, die eine der reinsten der Welt ist. Daher ist es mehr oder weniger sicher, dass Leitungswasser bedenkenlos zu konsumieren. Es ist sogar empfehlenswert, Wasser aus dem Hahn zu trinken anstatt jedes Mal Literweise Plastik vom Supermarkt zu besorgen. Die Verbraucherzentrale gab bekannt, dass die Umweltbilanz von Leitungswasser ganze 600-mal geringer ist als Trinkwasser, dass in Flaschen abgefüllt wurde.

Warum sollte Leitungswasser trotzdem getestet werden?

Zwar gibt es gewisse Grenzwerte für Schadstoffe, die regelmäßig durch Gesundheitsämter kontrolliert werden. Allerdings steigt die Belastung mit Pestiziden oder Medikamenten durch unachtsame Entsorgungen, beispielsweise durch die Landwirtschaft, teilweise an und Grenzwerte werden vereinzelt überschritten. Das ist natürlich auch stark von der Region abhängig.

Außerdem besteht auch die Gefahr, dass Leitungswasser im hauseigenen Wassersystem verunreinigt wird. Das passiert beispielsweise durch alte Rohre, die aus Blei oder anderen Schwermetallen bestehen. Insbesondere in den wärmeren Sommermonaten ist die Ausbreitung von Legionellen in den Wasserleitungen wahrscheinlich.

Übrigens: Wenn Sie planen, mit Ihrem Leitungswasser Babynahrung zuzubereiten ist ein Wassertest sehr ratsam.

Anzeichen von verunreinigtem Trinkwasser

Wenn das Trinkwasser, dass aus Ihrem Wasserhahn fließt, einen komischen Geruch vorweist, eine trübe Farbe hat oder nach dem Konsum sogar Symptome wie Kopf- oder Bauchschmerzen auftreten, ist es äußerst ratsam, es einem Test zu unterziehen.

Ursachen von verunreinigtem Trinkwasser

Die Ursachen von verunreinigtem Wasser können sehr vielfältig sein:

  • Insbesondere ältere Gebäude haben oft noch Wasserleitungen aus Schwermetallen, wie Chrom, Zink, Blei oder teils sogar Aluminium.
    Lösen sich diese mit der Zeit, wird das Trinkwasser verunreinigt. Das kann im schlimmsten Fall sogar schwere Gesundheitsprobleme verursachen und ist vor allem für Säuglinge und Kleinkinder gefährlich.
  • Wie bereits erwähnt, ist warmes und stehendes Wasser in den Sommermonaten ein besonders guter Nährboden für Bakterien wie Legionellen.
    Sind diese in Ihren Wasserleitungen, kann das schwere Krankheiten auslösen.
  • In der Landwirtschaft werden oft Nitrat und Pestizide verwendet, die teilweise auch in das Grundwasser und somit letztlich in unseren Wasserkreislauf gelangen können. Wie Sie sicher bereits vermuten, sind diese Schadstoffe für unseren menschlichen Organismus ebenfalls nicht gut.
  • Trotz der Filterung durch Wasserwerke bleiben dennoch durch den menschlichen Urin oder falsche Entsorgungen Medikamentenrückstände im Trinkwasser. Denn diese lassen sich nur schwer herausfiltern.

Möglichkeiten, Trinkwasser zu testen

Um also auf Nummer sicher zu gehen, lohnt es sich, die Trinkwasserqualität Ihrer heimischen Leitungen zu testen. Hier gibt Unterschiede in der Art zu testen:

Wasserqualität prüfen durch Selbsttests

Wenn Sie es besonders gerne schnell und einfach haben, bietet sich das Überprüfen Ihres Leitungswassers anhand von Selbsttests an. Es gibt einige Anbieter, die einem ein Testkit zusenden, womit Sie dann das Wasser in Eigenregie testen und auswerten können.

Wasserqualität testen mithilfe professioneller Analyse

Wenn Sie jedoch auf Nummer sicher gehen und den Wassertest lieber direkt vom Profi durchführen lassen wollen, können Sie auch ein Labor beauftragen, die Analyse zu tätigen. Beim Wassertest Trinkwasser erhalten Sie genaueste Ergebnisse. Doch Achtung: Je sorgfältiger Sie die Wasserprobe entnehmen, desto detaillierter werden die Laborergebnisse auch ausfallen.

Weitere Tipps

Für beide Testmöglichkeiten gilt, dass Sie die Wasserentnahme nur dann allein durchführen sollten, wenn Sie den Ablauf kennen. Nutzen Sie also unbedingt die mitgegebenen Anleitungen als Orientierung. Denn wenn die Proben nicht entsprechend den Vorgaben entnommen wurden, kann das die Ergebnisse verfälschen.

Übrigens: Haben Sie als Mieter den Verdacht auf verschmutztes Trinkwasser durch alte Rohre im Haus, sollten Sie Ihren Vermieter direkt darauf ansprechen, damit dieser einen entsprechenden Test durchführen lassen kann.

Eine weitere Option ist, den Test selbst in Auftrag zu geben und die Kostenfrage dann mit Ihrem Vermieter zu klären. Denn dieser ist nicht zur Kostenübernahme verpflichtet, oft wird jedoch kooperiert.

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