Das Power-Duo: Blumenkohl und Brokkoli

Foto: BVEO

Kein Kohlgemüse ist in Deutschland beliebter. Blumenkohl und Brokkoli belegten im deutschen Kohl-Ranking 2020 die Plätze 1 und 2 – mit Einkaufsmengen von 74.151 Tonnen und 59.595 Tonnen. (Quelle: AMI nach GfK-Haushaltspanel)

Sie sind die Stars im Gemüseregal: Blumenkohl und Brokkoli sind echte Trendsetter und noch dazu verwandt. So unterschiedlich sie auch aussehen, stammen sie beide aus der Familie der Kreuzblütengewächse und stecken voller Vitamin- und Mineralstoffpower.

Aber wie bei allen Geschwistern gibt es auch hier Unterschiede. Während Blumenkohl ein eher dezentes Aroma und eine weiße Farbe besitzt, ist Brokkoli grün und schmeckt etwas würziger. Wem das zu langweilig ist, die beiden Kohlsorten gibt es gelegentlich auch in anderen Varianten – Blumenkohl etwa in Grün, Brokkoli in rötlich Violett. Das Geheimnis dieser ungewöhnlichen Färbungen sind übrigens die unterschiedlichen Lichteinwirkungen während des Pflanzenwachstums.

Blumenkohl: Er ist ein echter Kosmopolit, der in allen Küchen der Welt zu Hause ist und mit seinem zarten Aroma und seinen vielfältigen Zubereitungsmöglichkeiten punktet. Dank seiner enormen Wandlungsfähigkeit trendet er geradezu. Denn gebraten lässt er sich sogar als Fleischersatz nutzen und beispielsweise zu einer veganen Bolognese-Soße verarbeiten. Und mehr noch, im Mixer zu einer teigigen Masse zerkleinert, wird er zum perfekten Mehlersatz in sonst glutenhaltigen Lebensmitteln wie Brot oder Pizzateig.

Dazu kommen sein überraschend vielseitiges Potenzial und viele Impulse aus fremden Küchen – beispielsweise der arabischen oder asiatischen. Hier wird Blumenkohl schon seit geraumer Zeit glänzend in Szene gesetzt – in Thai-Currys, Pakoras, als Tandori-Gemüse oder gebraten zu einer würzigen Joghurtsauce.

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Brokkoli: Der grüne Verwandte des Blumenkohls ist ihm in puncto Nährstoffe sogar noch überlegen. Genau genommen ist er geradezu unverschämt gesund! Der äußerst schmackhafte, kulinarische Import aus Italien ist aber nicht nur vollgepackt mit gesunden Inhaltsstoffen, sondern hat auch eine denkwürdige Karriere hingelegt. Innerhalb von gerade einmal 20 Jahren hat er sich einen festen Platz auf den deutschen Feldern und in praktisch jedem deutschen Haushalt erobert.

Im asiatischen Wokgemüse fühlt er sich ebenso zuhause wie in klassischen Cremesuppen, Eintöpfen, einer Minestrone, Quiche oder im Salat. Auch in Burgern oder Gemüsemuffins kommt er groß heraus. Als mediterrane Variante ist Brokkoli eine perfekte Beilage zu Spaghetti mit getrockneten Tomaten und Chili und bei Low-Carb-Fans ist er zusätzlich als Reisersatz beliebt.

Die Top10 der Kohlparade!

Karfiol, Käsekohl oder Blütenkohl – Blumenkohl trägt nicht nur viele Namen, er hat die Deutschen auch von seinen erstklassigen Qualitäten überzeugt. Dicht gefolgt vom Brokkoli, der mancherorts auch als Bröckel-, Winterblumen-, Sprossen- oder Spargelkohl bekannt ist.

Pro-Kopf-Verbrauch 2020 in Privathaushalten*

1. Blumenkohl (0,9 Kilo)

2. Brokkoli (0,73 Kilo)

3. Weißkohl (0,60 Kilo)

4. Kohlrabi (0,60 Kilo)

5. Rosenkohl (0,47 Kilo)

6. Spitzkohl (0,29 Kilo)

7. Chinakohl (0,29)

8. Wirsing (0,25 Kilo)

9. Rotkohl (0,23 Kilo)

10. Grünkohl (0,04 Kilo)

* Quelle: Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) auf Basis GfK Haushaltspanels

Power

Blumenkohl ist ein Star in der Foodie-Szene. Denn er hat es in sich. Die geschmackvollen Röschen sind reich an Mineral- und Ballaststoffen sowie Vitaminen, besonders Vitamin C und Folsäure. Dabei gilt: Je erntefrischer, desto mehr der gesunden Inhaltsstoffe sind im Blumenkohl enthalten.

Gleiches gilt für den Brokkoli. Dass es so lange gedauert hat, bis der feste, an einen Blumenstrauß erinnernde Kohl, in deutschen Töpfen landete, ist geradezu unfassbar. Denn er ist kalorienarm und ein echtes Kraftpaket, das voller Vitamin C, K und A steckt. Perfekt also für Abwehrkräfte, Sehkraft und gesunde Haut. Dazu kommen Ballaststoffe und die in Schwangerschaften so wichtige Folsäure.

Einkauf

Wer Blumenkohl und Brokkoli kauft, sollte darauf achten, dass die Röschen fest und geschlossen sind. Auch bei den Blättern lohnt sich genaues Hinsehen. Sie müssen knackig-grün sein und beim Blumenkohl eng am Kopf anliegen. Beim Brokkoli kommt noch ein knackiger Stiel hinzu.

Lagerung

Blumenkohl und Brokkoli sollten möglichst rasch nach dem Einkauf verzehrt werden – dann schmeckt das Gemüse am besten. Wer die Kohlsorten länger aufbewahren möchte, verpackt sie idealerweise in Küchenpapier lagert sie im Gemüsefach des Kühlschranks. Dort hält Brokkoli zwei Tage, Blumenkohl bis zu einer Woche.

Zubereitung

Bei der Zubereitung von Blumenkohl und Brokkoli gilt: Alles entfernen, was nicht verspeist wird. Beim Blumenkohl sind das der Strunk und die Blätter, beim Brokkoli eventuell auch der Stiel. Die Röschen dann in mundgerechte Stücke schneiden und gründlich in einem Sieb unter kaltem Wasser waschen. Anschließend den Brokkoli in Salzwasser etwa zehn Minuten garen. Blumenkohl einmal kurz aufkochen, anschließend bei mittlerer Hitze zugedeckt 20 bis 25 Minuten bissfest garen.

Rezept-Tipp: Veganes Blumenkohl-Brokkoli-Curry mit roten Linsen

Quelle: BVEO

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