Krebsvorbeugende und krebshemmende Wirkung von Tee

Rubrik(en): Warenkunde Tee |

Dr. Barbara Bertram, Frühjahr 1998

Seit die Gesundheitskosten steigen, werden präventive Maßnahmen von der Medizin verstärkt propagiert. Unter dem Begriff der “Primärprävention” versteht man die Ausschaltung von krebserzeugenden Stoffen aus der Umwelt (z.B. Asbest) oder die Vermeidung von Gefahrenquellen (z.B. Rauchen). Als “Sekundärprävention” wird die Einnahme von natürlichen oder chemischen Substanzen bezeichnet, die den Prozess der Krebsentstehung blockieren, hemmen oder rückgängig machen. Die Hemmung der Krebsentstehung ist einer der gesundheitlichen Aspekte von Tee.

Im asiatischen Raum sind Untersuchungen mit grünem und schwarzem Tee durchgeführt worden. In Tierversuchen konnte nachgewiesen werden, dass Tee vor experimentell ausgelösten Tumoren an verschiedenen Organen (Haut, Lunge, Brust, Dünndarm, Speiseröhre, Bauchspeicheldrüse, Darm und Leber) schützt. Auch wenn noch nicht alle Untersuchungen durch klinischen Studien belegt wurden, kann Tee mit großer Wahrscheinlichkeit zu den krebsvorbeugenden Substanzen gerechnet werden. Die zugrundeliegenden Wirkmechanismen sind vielfältig: Antioxidative Wirkung, Hemmung cancerogenaktivierender Enzyme, Abfangen reaktiver Zwischenstufen cancerogener Substanzen, Hemmung der Nitrosierung und Hemmung eiweißabbauender Enzyme.

Bei entzündlichen Prozessen spielen reaktive Sauerstoffmoleküle (ROS) eine entscheidende Rolle. Diese können Veränderungen an der Erbsubstanz auslösen, was unter bestimmten Umständen zur Umwandlung einer gesunden Zelle in eine Tumorzelle führen kann. Einige Inhaltssoffe von Tee wirken antioxidativ, d.h. sie können diese ROS “entschärfen”.

Wenngleich in Tierversuchen nachgewiesen werden konnte, dass Tee vor der Entstehung von Tumoren schützen kann, läßt sich diese Aussage nicht ohne weiteres auf den Menschen übertragen. Endgültige Beweise stehen hier noch aus. Darüber hinaus muss berücksichtigt werden, dass Teetrinker oft gesünder leben als Nicht-Teetrinker. Sie rauchen im allgemeinen weniger und essen mehr Obst und Gemüse. Qualitativ haben sowohl grüner als auch schwarzer Tee fast vergleichbare anticancerogene Schutzwirkungen.

Langfassung (pdf-Datei)

Herausgeber: Deutsches Tee-Institut, Hamburg
Presse-Service: EURO RSCG ABC, Hamburg

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